Sechs Personen im Alter zwischen 26 und 37 Jahren wurden am Donnerstag festgenommen. Beteiligt waren Beamte des Landesamtes Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Tirol mit Unterstützung weiterer Polizeieinheiten der Landespolizeidirektion Tirol und des EKO Cobra.
Auf freiem Fuß werden die sechs Personen, die am Donnerstag festgenommen wurden, angezeigt. Sie stehen im Verdacht der schweren Sachbeschädigung und der kriminellen Vereinigung. Konkret sollen sie als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung mindestens dreimal Gebäude beschädigt haben, in welche sich die Räumlichkeiten von politischen Parteien befinden.
Die festgenommenen Personen stehen im Verdacht als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung mindestens dreimal Sachbeschädigungen an Gebäuden in Innsbruck, in welchen sich Räumlichkeiten von politischen Parteien befinden, schwer beschädigt zu haben.
Die Polizei
Dabei wurden unter anderem Fassaden und geparkte Kraftfahrzeuge beschmiert bzw. mit Schriftzügen verunstaltet, sowie eine Fensterscheibe eingeschlagen, wie die Ermittler berichten. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Innsbruck wurden die sechs Personen (mit österreichischer, deutscher oder italienischer Staatsbürgerschaft) festgenommen und Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten in den Bezirken Innsbruck Land und Innsbruck Stadt durchgeführt.
ÖVP- und FPÖ-Zentrale beschmiert
Die ÖVP-Zentrale in der Innsbrucker Fallmerayerstraße war in den vergangenen Monaten wiederholt mit Farben beschmiert worden. Es wurde auch ein Bekennerschreiben an die Wand geheftet, wobei Bezug auf Morde an Frauen in Österreich genommen wurde. „Unsere Wut an euren Wänden“ prangte etwa auf der Fassade des Gebäudes, zuvor war „Keine einzige weniger“ zu lesen gewesen. Im Bekennerschreiben kritisierten die Täter Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP). Diese verschleiere durch ihre Aussagen das Leid „gezielt“, in dem sie die Taten als Privatsache deklariere, wurde unterstellt. Auch das Bürgerbüro der FPÖ in der Innsbrucker Anichstraße wurde zum Ziel von Vandalen.
Beweismittel sichergestellt
Der Schaden geht in die Zehntausende. Im Rahmen der durchgeführten Hausdurchsuchungen wurden mehrere Datenträger und andere Beweismittel sichergestellt, welche nunmehr ausgewertet werden. Die Ermittlungen sind noch im Gange.
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