Für über 30 Volksschüler startet das Schuljahr außergewöhnlich. Weil sich die Schule noch in Umbau befindet, müssen die Kleinen in das Gasthaus und ins Gemeindeamt ausweichen. Ein Erlebnis, das die Kinder nicht so schnell vergessen werden.
Die Volksschule in Rosegg ist in die Jahre gekommen und muss daher umfassend saniert und sogar erweitert werden.
„Der Umbau hat sich leider etwas verzögert und deshalb ist es noch nicht möglich, alle Schüler dort zu unterrichten“, erklärt Bürgermeister Franz Richau. Deshalb entschloss sich die Volksschule gemeinsam mit dem Gemeindechef zu einer etwas ungewöhnlichen, aber unkomplizierten Lösung: „Mehr als 30 Schüler von drei betroffenen Klassen werden in den ersten zwei Schulwochen in Ausweichquartieren unterrichtet. Wir sind froh, dass es so funktioniert“, so Richau im Gespräch mit der „Krone“. Denn während drei Klassen zwar im Erdgeschoss der Volksschule unterrichtet werden können, müssen die Schüler von zwei weiteren Klassen im Speisesaal des Rosseggerhofs und im Sitzungssaal der Gemeinde die Schulbank drücken.
Freude bei Gemeindemitarbeiter
Und während die Volksschüler jeden Tag den ungewöhnlichen Schulweg beschreiten müssen, freut sich Bürgermeister Richau über die kleinen Gäste im Amtshaus: „Normalerweise ist es bei uns im Amt ziemlich ruhig. Es ist schön, wenn so Leben in die Räumlichkeiten kommt.“ Und immerhin sei das Gemeindeamt schon einmal eine Schule gewesen. „Bis vor 35 Jahren war im Gemeindeamt noch die Volksschule untergebracht. Eine Lehrerin, die heute hier unterrichtet, hat selbst noch im Amt die Schulbank gedrückt.“
Normalerweise ist es bei uns im Amt ziemlich ruhig. Es ist schön, wenn Leben in die Räumlichkeiten kommt.
Franz Richau, Bürgermeister
Aber der außergewöhnliche Unterricht soll schon bald wieder zu Ende sein. Denn die gröbsten Bauarbeiten werden nächste Woche abgeschlossen sein. Und damit endet für die Kleinen das Erlebnis, das sie wohl ewig in Erinnerung behalten werden.
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