Grossi zu Besuch

IAEA-Chef: Kämpfe nahe AKW Kursk „extrem ernst“

Ausland
27.08.2024 18:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat das frontnahe russische Atomkraftwerk Kursk besucht und vor der Gefahr eines atomaren Zwischenfalls gewarnt (siehe Video oben). Die Reaktoren hätten keine Schutzhülle, wodurch sie besonders gefährdet seien.

Bisher laufe der Betrieb aber beinahe normal, sagte Grossi. Er habe die wichtigsten Objekte besichtigt, darunter die Reaktoren- und Maschinenhallen, die Steuerungseinheit und das Lager für verbrauchte Brennelemente.

Laut der russischen Atomenergie-Holding Rosatom machte sich Grossi auch ein Bild von den Spuren an der Anlage nach mutmaßlichen ukrainischen Angriffen. Die Strahlenwerte lagen im Normbereich. Die ökologische Situation werde rund um die Uhr überwacht, teilte der russische Zivilschutz mit.

Grossi (vorne)
Grossi (vorne)(Bild: AP/APA/AFP/Russian State Nuclear Agency)
Bisher läuft der Betrieb im AKW laut der IAEA beinahe normal.
Bisher läuft der Betrieb im AKW laut der IAEA beinahe normal.(Bild: AFP/APA/Russian State Nuclear Agency)
Grossi besichtigte etwa die Reaktoren- und Maschinenhallen und das Lager für verbrauchte ...
Grossi besichtigte etwa die Reaktoren- und Maschinenhallen und das Lager für verbrauchte Brennelemente.(Bild: AFP/APA/Russian State Nuclear Agency)

Atomkraftwerke dürften nicht als Kriegsziel genutzt werden, sagte der IAEA-Chef. Russische Behörden hatten nach der ukrainischen Offensive am 6. August im Gebiet Kursk berichtet, dass Trümmer einer abgeschossenen Rakete auf das AKW-Gelände gestürzt seien. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den ukrainischen Truppen auch bereits vorgeworfen, am 22. August versucht zu haben, das AKW in der Stadt Kurtschatow anzugreifen.

Spricht mit Putin und Selenskyj
Der Besuch sei eine Initiative Putins gewesen. Grossi will nach eigenen Angaben auch nach Kiew reisen, um mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu sprechen. Dabei gehe es auch um das AKW Saporischschja, das russische Truppen besetzt halten, und um weitere Nuklearanlagen im Land.

In Saporischschja sind bereits Fachleute der IAEA im Einsatz. Ihre ständige Präsenz soll nicht nur dazu dienen, die Lage zu beobachten, sondern auch vor Kampfhandlungen abschrecken.

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