03.02.2013 11:57 |

Bei Verfolgungsjagd

Kärntner schießt in Zürich auf Polizei - festgenommen

Ein Österreicher hat sich am Samstagmorgen in Zürich eine wilde Verfolgungsjagd mit Polizisten geliefert und dabei mehrere Schüsse auf die Beamten abgefeuert. Der 47-jährige mutmaßliche Schütze Gerald L. (Bild links) wurde in den Abendstunden im Zuge einer Großfahndung festgenommen. Der Mann lebt in der Schweiz, stammt angeblich aus Villach und sei der Polizei wegen verschiedener Straftaten bekannt. Er ist vermutlich obdachlos und drogensüchtig.

Alles begann laut Schweizer Behörden kurz vor 7.30 Uhr bei einer Tram- und Bushaltestelle in Zürich-Seebach. Die Polizei war zu der Haltestelle gerufen worden, um die Identität eines verdächtigen Buspassagiers abzuklären. Dort angekommen trafen die Beamten mehrere Buskontrolleure und den - später als Gerald L. identifizierten - Fahrgast an. Wie Radio 24 meldete, hatte er kein gültiges Ticket und weigerte sich, seinen Namen zu nennen.

Mehrmals auf Polizisten geschossen
Als der 47-Jährige die Polizisten sah, habe er sofort die Flucht ergriffen. Die Beamten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf. Der Flüchtende drehte sich dann plötzlich um und schoss mit einer Pistole in Richtung der Polizisten. Diese konnten sich in Deckung bringen und wurden nicht getroffen. Ein an der Haltestelle stehender Bus wurde jedoch von einem Projektil getroffen. Der Chauffeur blieb wie die Polizisten unverletzt.

Der Schütze lief in Richtung Katzenbach weiter. Kurze Zeit später wollte eine Patrouille beim Schwimmbad Seebach den Verdächtigen kontrollieren. Daraufhin gab der Mann erneut mehrere Schüsse in Richtung der Polizisten ab und türmte abermals. Die Polizisten wurden zum Glück auch diesmal nicht getroffen.

Pensionistin auf Flucht überfallen
Kurz vor 9 Uhr meldete sich dann eine Pensionistin bei der Polizei und gab an, an ihrem Wohnort von einem Unbekannten überfallen und mit einer Waffe bedroht worden zu sein. Mit ihrem Fahrrad habe der Mann die Flucht angetreten. Der Verdacht fiel schnell auf den flüchtigen Schützen.

Die Kantonspolizei veröffentlichte am frühen Abend ein Foto und den Namen des mutmaßlichen Schützen, warnte aber davor, ihn anzuhalten: Es sei davon auszugehen, dass der Österreicher die Waffe immer noch bei sich habe und von ihr Gebrauch mache, hieß es in einer Mitteilung. Um 19 Uhr konnte die Kantonspolizei Zürich Gerald L. schließlich festnehmen.

Vermutlich obdachlos und Drogenkonsument
Die genaueren Hintergründe der Tat lagen am Sonntagvormittag weiter im Dunkeln. Die Polizei erklärte lediglich, dass der Verdächtige Drogenkonsument und wegen mehrerer Delikte bekannt sei. Seine letzte Wohnung in Zürich sei vor rund einem Jahr zwangsgeräumt worden, berichtet blick.ch. Eine ehemalige Nachbarin erzählte, dass man im Haus froh sei, Gerald L. los zu sein. Er habe gebettelt und seine Freundin geschlagen.

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