Einsatz in der Pflege

Philippinische Pflegekräfte schnuppern Praxisluft

Burgenland
18.08.2024 06:00

Um den Personalbedarf zu decken, setzt das Land Burgenland auf Pflegekräfte aus dem Ausland. Die ersten 29 sammeln derzeit Erfahrung in den Kliniken und Pflegewohnhäusern der Gesundheit Burgenland.

Eine Studie der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass im kommenden Jahrzehnt allein im Burgenland etwa 1700 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden. Das Land setzt daher auf einen Maßnahmenmix – vom Anstellungsmodell über die Pflegestützpunkte bis hin zur Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland. Dazu konnte man auch 50 philippinische Pflegekräfte gewinnen, um ins Burgenland zu kommen. Die ersten 29 davon haben nun in den Kliniken der Gesundheit Burgenland und in den Pflegewohnhäusern der Sozialen Dienste mit ihren Praktika begonnen.

Regulärer Diensteintritt soll schon bald erfolgen
Schon bald sollen sie regulär in den Dienst eintreten. Davor haben die Philippinen Deutschkurse absolviert, um das für die Arbeit erforderliche Sprachniveau zu erreichen. „Die zukünftigen Fachkräfte verfügen bereits über pflegerisches Know-how, jetzt geht es vor allem darum, die Einrichtungen als zukünftige Arbeitsstätten kennenzulernen“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Deutschkurs: In Stadtschlaining drückten die Philippinen die Schulbank.
Deutschkurs: In Stadtschlaining drückten die Philippinen die Schulbank.(Bild: Christian Schulter)

Gezielte Einladungen an Fachkräfte aus ausgewählten Drittländern, die für ihr Pflegeausbildungsniveau bekannt sind – wie in Kroatien, Ungarn, Indien und eben auf den Philippinen, seien ein wichtiger Teil der burgenländischen Lösung, betont Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland.

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Im Burgenlands Kliniken gibt es keine leeren Betten aufgrund Personalmangels. Wir haben keinen Pflegenotstand, wie in anderen Bundesländern.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

Auch die Ausbildungsoffensive durch das Anstellungsmodell trägt Früchte. Die Klassen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Oberwart und Eisenstadt sind so voll wie nie zu vor. „Damit sei man bei der Absicherung der Pflege europaweiter Vorreiter“, so Soziallandesrat Leonhard Schneemann. Was Pflege und Betreuung betrifft, sei man derzeit generell gut aufgestellt, ein Pflegenotstand herrsche nicht, die Pflegestellen in den Kliniken der Gesundheit Burgenland seien nahezu voll besetzt, betont auch Franz Öller, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.

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