Trennung, Scheidung oder gar ein Trauerfall: Der Verein Rainbows der bereits seit 30 Jahren in Kärnten tätig ist, bietet Kindern in Ausnahmesituationen einen geschützten Raum.
„Ich war von Beginn an sehr skeptisch und habe nur zugehört. Bald habe ich gemerkt, dass es mir guttut, in der Gruppe zu sein“, sagt Marcel. Der Zehnjährige ist einer von rund 18.000 Scheidungskindern in Österreich, rund 1200 sind es in Kärnten. „Wenn der Vater plötzlich auszieht, weil sich die Eltern trennen, bricht für Kinder eine Welt zusammen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war“, weiß Rainbows-Leiterin Ulla Nettek.
Die Kinder sind wütend, traurig, hilflos, haben Angst. Was noch viel schlimmer ist, sie fühlen sich schuldig! „Kein Kind, gleich welchen Alters, nimmt eine Veränderung der Familiensituation so hin, als ob nichts passiert wäre. Daher bieten wir einen geschützten Raum, wo wir mit den Kindern die veränderte Lebenslage spielerisch bearbeiten. So lernen sie, mit der neuen Familiensituation anders umzugehen“, erklärt Nettek weiters.
„Austausch hilft sehr“
Nach 30 Jahren ist Rainbows in Klagenfurt, Villach, Spittal, Völkermarkt und Wolfsberg vertreten. „Es gibt insgesamt zwölf Treffen, wo alle Fragen der Kinderseelen ausreichend beantwortet werden.“ Vor allem der Austausch mit Kindern, die ähnliche Situationen haben, hilft den Sprösslingen sehr. Die nächsten Rainbows-Gruppen starten Ende September. Es gibt auch Gruppen nach einem Todesfall. Infos finden Sie hier.
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