Tier jetzt eingefroren
Spinne versteckte sich auf der Raumstation ISS
US-Astronaut Michael Barrett machte in seinem Schlafquartier auf der Raumstation ISS eine ungewöhnliche Entdeckung: Obwohl die Hygieneregeln streng sind, hatte sich dort eine Spinne verkrochen ...
Die Organisation World Extreme Medicine, bei der sich der Mediziner und Astronaut Barrett engagiert, postete ein Foto von dem dunklen achtbeinigen Exemplar auf Facebook. Es werde bald wieder zur Erde zurückkehren, heißt es mit einem Augenzwinkern im Text. Die Reaktion des Astronauten war vorerst nicht bekannt.
Hier sehen Sie ein Foto der entdeckten Spinne.
Der Spiegel hat das Bild an einen Spinnenexperten vom Museum für Naturkunde in Berlin weitergeleitet. Ihm nach ist es schwierig, die genaue Art allein aufgrund eines Fotos zu bestimmen. Er vermutet aber, dass es sich um eine Lochröhrenspinne handeln könnte. Tatsächlich verkriechen sich diese gerne in kleinen Schlupfwinkeln.
In Florida eingestiegen?
Die Angehörigen hausen zwischen den Steinen, in Mauerritzen oder Felsspalten. Sie können bis zu zehn Jahre alt werden. Diese Art ist weltweit verbreitet, vor allem in den Tropen und Subtropen wie Teilen Afrikas, in Australien und Ozeanien. Eine bekannte Art der Lochröhrenspinne lebt laut dem Experten auch in den USA. Denkbar wäre demnach, dass die Spinne als blinder Passagier mit einer Raumkapsel aus Florida ins All befördert worden sei.
Eigentlich dürfte so etwas nicht passieren, da die Sicherheits- und Hygieneregeln für Transporte zur ISS streng sind. So würden etwa frische Lebensmittel nur in geringen Mengen an Bord verfrachtet, berichtet der Standard online.
Biss ungefährlich
Ein Biss der Lochröhrenspinne ist für den Menschen jedenfalls nicht gefährlich – zumindest wenn sie keine Krankheitserreger einschleppt. Das Exemplar, das in Barretts Quartier war, dürfte den Ausflug ins All nicht überlebt haben. Ihre Überreste wurden Berichten nach in einem Gefrierfach gelagert.







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