Nach dem bestandenen Härtetest riss Federer erleichtert die Arme in die Höhe. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger musste alles aus sich herausholen, um Tsonga aus dem Turnier zu nehmen. "Ich liebe diese Fünf-Satz-Thriller in der Night-Session", sagte der 31-jährige Federer. Und durchaus möglich, dass es dazu auch am Freitag gegen Andy Murray kommt. "Ich bin noch jung. Ich erhole mich schnell", scherzte der vierfache Melbourne-Champion.
Hochklassiges Match zwischen Federer und Tsonga
Federer und Tsonga lieferten einander in der Rod-Laver-Arena ein hochklassiges Match. Nachdem der Schweizer den ersten Satz im Tiebreak für sich entschieden hatte, gelang dem Franzosen im zweiten Abschnitt zum 4:3 das entscheidende Break. Federer ließ in dieser Phase etwas nach, was Tsonga eiskalt ausnutzte. Doch Federer blieb ruhig, schnappte sich erneut im Tiebreak Durchgang Nummer drei und hatte das Momentum nun wieder auf seiner Seite. Allerdings steckte Tsonga nicht auf und schaffte den Satzausgleich.
Der fünfte Satz bot erneut packendes Tennis. Beim Stand von 2:5 wehrte der Franzose vier Matchbälle ab, doch nach 3:34 Stunden nutzte Federer seine fünfte Chance und machte das Weiterkommen perfekt. In seinem zehnten Melbourne-Semifinale en suite bekommt es Federer am Freitag mit Murray zu tun, das zweite Halbfinale bestreiten schon am Donnerstag Titelverteidiger Novak Djokovic (SRB-1) und David Ferrer (ESP-4).
"Prepare, attack, destroy" - Murray besiegt Chardy
US-Open-Sieger Murray hat sich mit einem unwiderstehlichen 6:4-6:1-6:2-Erfolg über den Franzosen Jeremy Chardy in sein zwölftes Grand-Slam-Halbfinale gespielt. "Ich denke, ich habe heute einen ziemlich guten Job gemacht", sagte der von Ivan Lendl betreute Schotte. "Prepare, attack, destroy" ("Bereite vor, greif an, zerstöre") stand auf seinem T-Shirt bei der Pressekonferenz und das ist jener Slogan, mit dem einst auch Lendl bekannt wurde.
Murray hält sich an dieses Credo und hat auf dem Weg ins Halbfinale keinen Satz abgegeben. Der 25-jährige Weltranglisten-Dritte, der sich mit dem Titel in Brisbane für die Australian Open aufgewärmt hatte, könnte zum ersten Spieler in der Profi-Ära werden, der seinem ersten Grand-Slam-Titel (New York) gleich den zweiten folgen lässt.
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