Nach Olympia ist vor Olympia. Gilt speziell für die heimischen Beachvolleyballer, bei denen sich nach den Spielen oft neue Möglichkeiten bei den Partnern ergeben. Wer spielt mit wem, wer kann nicht mit dem anderen? Das gilt es jetzt auszuloten. Und mittendrin ist ein steirisches Trio.
„Wir bräuchten eine Person, die eine Partnerbörse für uns Beachvolleyballer entwickelt. Die gibt es leider noch nicht“, lacht Philipp Waller. Ganz im Stile von Dating-Apps wie Tinder: Beachvolleyballer, männlich, 28, sucht. „Vorzugsweise einen Blockspieler, rechte Seite, über zwei Meter groß. Alter oder ob Rechts- oder Linkshänder ist egal“, zwinkert der Mühldorfer.
Der Spaß hat aber einen ernsten Hintergrund. Denn Partner Martin Ermacora hat seine Karriere beendet. Dadurch steht Waller aktuell ohne Mitspieler da. Was nicht weiter schlimm ist. Denn direkt nach den Olympischen Spielen werden in vielen Verbänden regelmäßig die Teams neu zusammengewürfelt. „Ich weiß selbst noch nicht, was passieren wird.“
Welcher Partner kommt infrage
Möglichkeiten gäbe es in Österreich zumindest ein paar. Da gibt es jedoch noch ein großes Fragezeichen, ob die rot-weiß-rote Legende Alex Horst weitermacht oder aufhört. Dann weiß der Verband auch, ob Julian Hörl als Blockspieler verfügbar ist. Des Weiteren gibt es noch Christoph Dressler, Robin Seidl, Mathias Seiser oder Timo Hammarberg. Ein Comeback mit Seidl ist wohl undenkbar. Mit Dressler zeigte Waller heuer schon ein ansprechendes Turnier in Lettland. „Das hat viel Spaß gemacht.“ Bei der Staatsmeisterschaft am Wochenende in Wolfurt startet er mit Jakob Reiter, bei der EM nächste Woche mit Hammarberg.
Der Gosdorfer Christoph Dressler startete in Vorarlberg mit Stammpartner Maximilian Trummer. Doch vergangene Woche tankte er auf der World Tour hingegen mit Liam Berger beim Turniersieg in Brüssel viel Selbstvertrauen. Mit wem er in sein großes Ziel Olympia 2028 geht, ist ebenso noch offen. „Wir haben viele tolle Spieler mit großem Potenzial: Waller, Berger, Pristauz“, sagt der 31-Jährige.
Heuer zeigte er schon mehrmals mit guten Leistungen auf: zwei Turniersiege in Brüssel und Sveti Vlas, dazu Silber beim Nations Cup in Lettland. „Durch die letzten Ergebnisse möchte ich noch mehr mit dem Verband zusammenarbeiten. Ihn und seine Unterstützung braucht es, wenn man zu Olympia will.“ Wer sein Wunschpartner für die Zukunft wäre? „Es ist noch alles offen. In Zusammenarbeit mit den Nationalteam-Trainern wird sich herausstellen, welche Konstellationen besonders gut harmonieren.“
Keine Chance auf den Titel hatte der Grazer Moritz Pristauz. Denn nach seiner beim Nations Cup erlittenen Knie- und Bauchmuskelverletzung muss er noch weiter pausieren. „Es geht ganz gut voran im Rehatraining. Außer Sonntag trainiere ich jeden Tag. Aber nur mit dem Körpergewicht und viel mit dem Physio“, erzählt der 28-Jährige. „Ich freue mich schon sehr auf den Sand, es juckt schon unter den Fingernägeln.“
Gespräche zwischen Spieler und Trainer
Ob Pristauz mit Robin Seidl weiterspielen wird, ist auch noch nicht fixiert. „Es ist nicht unüblich, dass sich nach Olympia einiges tut. Im ersten Schritt werde ich mit den zuständigen Trainern sprechen.“ Wer das sein wird, ist ebenso noch offen. Insidern zufolge sind aber sowohl der Verband als auch Martin Olejnak an einer weiteren Zusammenarbeit nicht uninteressiert. Gespräche mit den Coaches und den Spielern soll es nach der EM kommende Woche geben.
Wohin die sportliche Reise geht, ist bei Mo Pristauz also noch offen. Wohin es privat geht, steht jedoch schon fest. Und schöner könnten die Nachrichten nicht sein! „Oda und ich bekommen Anfang Dezember noch einmal Nachwuchs. Unsere Freude ist riesig. Auch Emilie ist begeistert, bald große Schwester zu sein“, strahlt Mo. „Das war geplant, wir haben uns bewusst dafür entschieden. Uns macht es mit Emilie sehr viel Spaß.“ Was er schon verraten konnte? „Es wird wieder ein Mädchen.“ Herzlichen Glückwunsch!
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