Krawalle gehen weiter
Britische Randalierer griffen Asylunterkünfte an
Seit dem Messerangriff auf Kinder bei einer Tanzveranstaltung in der Stadt Southport, kommt Großbritannien nicht zur Ruhe. Mit antimuslimischen Krawallen haben Ultranationalisten in mehreren britischen Städten schwere Schäden vor allem vor Moscheen und muslimischen Gemeindezentren angerichtet und Polizisten verletzt. Am Sonntag wurden auch Unterkünfte für Asylwerber angegriffen.
Ein Mob bewerfe das Hotel in Tamworth nordöstlich von Birmingham mit Gegenständen, berichtete der Sender Sky News. Clips in sozialen Medien zeigten, wie Feuer an einem Teil des Gebäudes gelegt wurde. Dafür gab es keine offizielle Bestätigung. Die Polizei sprach von „gewalttätigen Handlungen des Banditentums“, ein Beamter sei verletzt worden.
Auch im nordenglischen Rotherham war eine Unterkunft für Asylbewerber massiv attackiert worden: Randalierer warfen Scheiben ein, griffen Polizisten an und drangen teilweise ins Gebäude ein. Zehn Beamte wurden verletzt.
Premier kündigt härteres Durchgreifen an
Premierminister Keir Starmer kündigte ein hartes Durchgreifen an. Verantwortlich für die Krawalle seien rechtsradikale Rowdys. Sie würden ihre gerechte Strafe bekommen, sagte Starmer. Der Regierungschef ist erst seit einem Monat im Amt.
Die andauernde Gewalt war ausgebrochen, nachdem am Montag im nordwestenglischen Southport drei Mädchen erstochen und acht weitere Kinder sowie zwei Erwachsene teils schwer verletzt wurden. In sozialen Medien wurden Gerüchte gestreut, bei dem Täter handle es sich um einen muslimischen Migranten. Die Polizei betont, der 17 Jahre alte Verdächtige sei in Großbritannien geboren worden. Seine Eltern stammen aus Ruanda.










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