5000 € Sozialhilfe. Ja, es gibt viele Menschen in unserem Land, die sozial benachteiligt sind, aus verschiedensten Gründen ihren Lebensunterhalt gar nicht oder nur teilweise verdienen können – und denen daher mit öffentlichen Geldern geholfen wird. Gut so! Aber wenn diese Hilfen in teils lichte Höhen klettern, dann fragt sich auch der eine oder andere durchaus arbeitsfähige Mensch, ob es nicht viel einfacher und womöglich lukrativer wäre, sich vom Staat, vom Land, von der Gemeinde „aushalten“ zu lassen. Besonders bizarr, wenn Extrembeispiele öffentlich werden wie jenes von der neunköpfigen syrischen Flüchtlingsfamilie, die Monat für Monat 4600 Euro allein an Sozialhilfe von der Stadt Wien kassiert. Nun wurde auch noch ein weiterer Fall bekannt, in dem sogar 5000 Euro an ein Migrantenpaar mit acht Kindern überwiesen werden. Womit die Politik ihr Sommerthema hat.
Schlaraffenland. Kein Wunder, wenn diese sozialparadiesischen Zustände, die sich vor allem besonders kinderreichen Flüchtlingsfamilien eröffnen, in den sozialen Medien genauso heftig diskutiert werden wie auf den Leserbriefseiten und in den Kolumnen. „Hereinspaziert ins Schlaraffenland Österreich“ benennt das ein Leserbriefschreiber heute in der „Krone“, solche Sozialhilfen seien „Willkommenskultur vom Feinsten“. Michael Pommer, Leiter unserer Wien-Redaktion, zitiert eine „Krone“-Leserin, die schrieb: „Ich musste nach 43 Arbeitsjahren aus gesundheitlichen Gründen in Pension gehen. Ich bekomme 1300 Euro pro Monat. Mietzuschuss bekomme ich in Wien keinen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil mir gerade sehr übel wird.“ Pommer kommentiert das so: „Dauersubventionierung für die einen, kein Geld für die anderen.“ Und Rainer Nowak schreibt heute in der „Krone“: „Vielleicht führen die absurden Einzelfälle aus Wien zu einer Debatte, wie wir das System und damit das Land neu aufstellen.“ Denn was da gerade passiere, sei nicht sozial gerecht, sondern nur eins: die stärkste Wahlkampfhilfe für die FPÖ, meint Nowak. Da hat er sicher recht.
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