„Krone“-Kommentar
Muss Biden ganz gehen?
Genau eine Woche ist es heute her, dass US-Präsident Joe Biden Amerika und die ganze Welt damit überrascht hat, dass er sich aus dem Kampf um das Weiße Haus zurückzieht und seiner demokratischen Partei seine Vizepräsidentin Kamala Harris als Nachfolgerin für den Kampf gegen Donald Trump empfahl. Nur eine Handvoll Menschen hat im Vorfeld von dieser Entscheidung gewusst, selbst Kamala Harris hat Biden erst kurz vor der Öffentlichkeit in einem Telefonat informiert.
Der Druck auf Biden, sich nach dem Debakel bei der TV-Debatte gegen Donald Trump zurückzuziehen, war zu groß geworden. Doch nun steigt der Druck auf Biden erneut. Hinter vorgehaltener Hand verlangen einige Vertreter in seiner Partei, dass er auch als US-Präsident zurücktreten sollte, um so den Platz frei zu machen für Kamala Harris. So könnte die bisherige Vizepräsidentin bereits als Chefin im Weißen Haus ins Rennen gehen, was ihr einen großen Vorteil gegenüber Donald Trump sichern würde, lautet die Argumentation.
Noch sind diese Stimmen verhalten, noch traut sich niemand so wirklich vor den Vorhang. Aber so war es zu Beginn auch mit den Forderungen, Biden solle sich als neuerlicher Präsidentschaftskandidat zurückziehen. Dennoch entwickelte sich daraus eine Lawine, die Bidens Kandidatur schließlich begrub.
Zurzeit sagt Biden jedenfalls noch, er sei fest entschlossen, in seiner verbliebenen Amtszeit noch so viel wie möglich zu erreichen.








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