"Nun reicht es mit der ständigen Kritik am Trainer", meinte Ronaldo. "Das hilft uns nicht weiter. Wenn Real den Cup und die Champions League gewinnen will, müssen im Verein alle zusammenstehen." In einer Umfrage der Sportzeitung "Marca" hatten fast zwei Drittel der Vereinsmitglieder von Real beklagt, dass Mourinho dem Ansehen des Klubs schade und dass Präsident Florentino Perez dem Trainer zu viel Macht eingeräumt habe.
Kritik am Fernbleiben bei "Fußballers des Jahres"-Gala
Die Real-Anhänger nehmen "Mou" nicht nur den Zwist mit dem "Klub-Heiligtum" Casillas übel, sondern auch sein Fernbleiben bei der "Fußballer des Jahres"-Gala am Montag in Zürich. Der Trainer hatte sein Fehlen damit begründet, dass er das Match vorbereiten müsse. Reporter beobachteten ihn dann aber dabei, wie er sich das Training der Schülermannschaft seines Sohnes anschaute.
"As" fordert: "Mehr Cristiano und weniger Mourinho"
Ronaldo ist bei Real derzeit fast der Einzige, der die Elf mit seinen Treffern auf Erfolgskurs hält und einen Absturz in die Krise verhindert. "Cristiano ist die perfekte Therapie", titelte "Marca". Das Konkurrenzblatt "As" ergänzte: "Mit mehr Cristiano und weniger Mourinho stünde Real jetzt erheblich besser da." Mit seiner Trefferserie erhöht Ronaldo den Druck auf Klubchef Perez, den 2015 auslaufenden Vertrag mit dem Portugiesen zu verlängern.
In der Liga liegt Real einen Spieltag vor Ende der Hinrunde bereits 16 Punkte hinter dem FC Barcelona zurück. Im Cup werden die Madrilenen im Viertelfinale - im Hinspiel - auf ihren Verteidiger Sergio Ramos verzichten müssen. Der Welt- und Europameister war gegen Vigo wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt worden. Er hatte den Unparteiischen als "Halunken" beschimpft.
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