01.01.2013 12:40 |

Dutzende Einsätze

Dachstuhlbrand in Enns, Feuer mit 4 Verletzten in Graz

Die Ennser Feuerwehr hat am Silvesterabend einen Dachstuhlbrand in einem Haus am Hauptplatz rasch unter Kontrolle gebracht und so einen möglichen Großbrand verhindert (Bild 1). Durch die dicht stehenden Gebäude hätte es sehr problematisch werden können, sagte Kommandant Franz Hava am Dienstag. Auch in Graz war die Feuerwehr im Einsatz: Bei einem Zimmerbrand wurden vier Personen verletzt. Eine stressige Silvesternacht war es auch für die Florianijünger in Niederösterreich: 49 Mal wurden sie gerufen.

In Enns hatte ein Nachbar Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr gegen 20.40 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen der Löschtrupps stand die Holztramdecke des letzten Stocks vor dem Dachstuhl in Brand. "Das Dach war bereits auf zwei Seiten offen", so Feuerwehrkommandant Hava. Mieter waren keine mehr in dem Gebäude. Ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser konnte durch die frühe Alarmierung verhindert werden.

Nachdem das offene Feuer gelöscht war, suchten die insgesamt 45 Mann nach Glutnestern in der Zwischendecke. Dabei mussten sie eine sieben Zentimeter dicke Betonschicht zertrümmern, um an die eingezogenen Bretter zu gelangen. Nach etwa fünf Stunden hieß es "Brand aus", die Stelle wurde aber weiter gesichert. Da das Dach von außen nicht beschädigt war, hielt Hava Feuerwerkskörper als Auslöser der Flammen für unwahrscheinlich. Nach der Ursache wird nun gesucht.

Christbaumbrand mit vier Verletzten in Graz
Bei einem Zimmerbrand in einem mehrstöckigen Wohnhaus sind in den frühen Morgenstunden des Neujahrstags in Graz vier Personen, darunter ein Kind, verletzt worden. Ausgelöst hat das Feuer vermutlich eine Kerze, die den Christbaum in Brand gesetzt hatte (Bild 2 und 3).

Wie die Grazer Berufsfeuerwehr mitteilte, war der Brand kurz nach 1 Uhr in einer Wohnung in dem Mehrparteienhaus in der Billrothgasse im Bezirk Ries ausgebrochen. Als erstes war eine Einheit der Betriebsfeuerwehr des LKH Graz am Brandort: Sie half den Bewohnern, die sich selbst in den Flur gerettet hatten, und unternahm den ersten Löschangriff.

Die 37-jährige Wohnungsmieterin, ihr vierjähriges Kind und ihre Mutter erlitten Verletzungen leichterer Natur - Rauchgasvergiftungen und zum Teil Brandverletzungen. Auch eine Helferin erlitt leichte Blessuren. Der Schaden wurde von der Feuerwehr auf 50.000 Euro geschätzt. Die vier Verletzten wurden vom Roten Kreuz zur Beobachtung ins LKH Graz gebracht.

49 Brände in Niederösterreich
Für die niederösterreichischen Feuerwehren war die Silvesternacht turbulent: Insgesamt 1.065 Einsatzkräfte mussten zu 49 Bränden ausrücken, zog das Landesfeuerwehrkommando Bilanz. Zum Jahreswechsel heulten in 13 von 21 Bezirken die Sirenen - nach Mitternacht im Minutentakt.

Den ersten Brandalarm verzeichnete die Feuerwehr Krems am 31. Dezember um 15.39 Uhr. Eine Holzhütte in einem Weingarten im Ortsteil Hollenburg stand laut einem Augenzeugen in Vollbrand. Als die fünf Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Objekt. Es konnte nicht mehr gerettet werden, aber ein Ausbreiten des Brandes auf den Weingarten und die umliegenden Wiesen wurde verhindert.

Kurz darauf brach in Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) im Dachstuhl eines Einfamilienhauses ein Brand aus, der durch einen Blitzeinsatz noch in der Entstehungsphase erstickt werden konnte. Weniger Glück hatten die Bewohner eines Doppelhauses in der Gemeinde Eichhorn im Bezirk Gänserndorf: In einem Teil wurden die Küche, ein Wohnraum und die Terrasse ein Raub der Flammen. Den sich im Nebenhaus ausbreitenden Dachstuhlbrand bekam die Feuerwehr noch rechtzeitig in den Griff. Der Schaden an beiden Objekten sei beträchtlich.

In Wimpassing im Bezirk Neunkirchen waren 40 Einsatzkräfte durch einen Waldbrand in der sogenannten Feinerwand gefordert, den sie nur zu Fuß erreichen konnten. Den Löschmannschaften gelang es, das Feuer im Unterholz mit Kübelspritzen und Löschrucksäcken zu ersticken und ein Übergreifen der Flammen auf den Waldbestand zu verhindern.

Ein zwei Minuten nach Mitternacht am Feuerwehrnotruf gemeldeter Vollbrand eines Wohnhauses in Gloggnitz im Bezirk Neunkirchen entpuppte sich glücklicherweise lediglich als Heckenfeuer: Eine Thujenreihe vor dem Haus stand lichterloh in Flammen. Der Besitzer konnte das Feuer mit einem Gartenschlauch so lange in Zaum halten, bis die Feuerwehr eintraf.

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