Mo, 22. Oktober 2018

2013 begrüßt

01.01.2013 12:51

So ausgelassen ist Österreich ins neue Jahr gerutscht

Freudig und ausgelassen haben die Österreicher und zahlreiche Touristen in unserem Land das Jahr 2013 begrüßt. Erstaunlich ruhig erwies sich dabei in der Nacht auf Dienstag der Wiener Silvesterpfad, auch wenn dort Hunderttausende Menschen feierten. Denn anders als im Rest der Bundeshauptstadt wurde das Knall-Verbot hier streng überwacht: Wer Böller oder Raketen zündete, musste mit Konsequenzen rechnen.

Die Wiener Innenstadt verwandelte sich bereits früh in eine Partymeile, der 23. Silvesterpfad lockte Zigtausende Menschen in die City. Geboten wurden den Besuchern zahlreiche Musik- und Showeinlagen sowie gastronomische Verlockungen unterschiedlichster Art. Ziemlich perfekt auch das Wetter: Die Pfad-Flaneure mussten weder extrem frieren, noch im Eisregen oder Schneematsch leiden.

Bereits am Abend waren an die 300.000 Menschen in der Stadt unterwegs, darunter viele Familien mit Kindern. An manchen neuralgischen Punkten war das Durchkommen schon bald nahezu unmöglich, am späten Abend wurden dann gar 790.000 Besucher gemeldet.

Plüschschwein-Hüte als großer Renner
Vor allem Hüte in Form großer Plüschschweine waren relativ häufig zu sehen. Zu kaufen gab es sie unter anderem am großen Silvestermarkt am Rathausplatz, der auch über ein gewaltiges Angebot an Glücksbringern verfügte. Auch in diesem Segment zeigte sich ein Trend: Kleine blinkende Anstecker in Form von Kleeblättern, Herzen oder ähnlichen Glückssymbolen ließen die Kassen der jeweiligen Standler klingen.

Musikalisch wurde der Rathausplatz von Radio Wien bespielt, und zwar unter anderem mit der sendereigenen Band. Vor dem Bürgermeister-Amtssitz wurde übrigens auch am Neujahrstag Programm geboten. Unter anderem wurde dort auch das Neujahrskonzert live übertragen.

Kein Wahltag vor der Löwelstraße
Vom Rathausplatz führte der Pfad in die Löwelstraße - nicht zuletzt bekannt durch die dort residierende SPÖ. Wobei dort zu Silvester kein Wahltag war, sondern die Bühne des Radiosenders Superfly für Stimmung sorgte. Besonders festlich dann auch der Weg zur Freyung: Die Teinfaltstraße war für den Verkehr gesperrt und mit bunten Fähnchen geschmückt worden. Auch die dort befindlichen Lokale waren gut besucht.

Auf der Freyung selbst wurde zunächst an die Kinder gedacht, die sich etwa über einen Besuch des lila Wildschweins "Franz Ferdinand" freuen durften. Anschließend waren dort klimatisch unpassende, jedoch äußerst fröhliche Klänge zu hören: Cuba Libre und andere Formationen luden zu einer Reise nach Lateinamerika. Die Hauptacts waren dann ein paar Meter weiter auf der Bühne Am Hof zu bewundern: Coshiva, Julian le Play, die Ex-SheSays-Frontfrau Gudrun Liemberger alias GuGabriel oder auch DelaDap.

"Größter Ballsaal Wiens" am Graben
Der Graben kam ohne große Bühne aus. Dort sorgten die Besucher selbst für Unterhaltung - sie durften immerhin im "größten Ballsaal Wiens" das Tanzbein schwingen. Die imposanten Luster der Weihnachtsbeleuchtung passten dazu bestens. Am Stephansplatz gab es am frühen Abend noch Walzertanzkurse für Spätentschlossene. Das musikalische Line-up danach reichte von Musical-Melodien über Kaiserjäger-Blasmusik bis zum ultimativen Klassiker - dem Donauwalzer.

Quasi der Kontrast dazu wurde auf der Kärntner Straße geboten: Die beiden DJ-Areas sorgten mit Dance-Music für ausgelassene Stimmung und großen Andrang. Das beschreiten des direkten Weges von der Oper bis zum Stephansplatz war bald nur mehr sehr schwer möglich. Aber auch bei einem Umweg musste der Pfad nicht verlassen werden: Denn auch der Neue Markt war einbezogen. Dort war unter anderem eine Karaoke-Show zu bestaunen.

Mehrere Feuerwerke erhellten die Nacht
Auf einer Leinwand am Herbert-von-Karajan-Platz wurden nicht nur Opern- und Ballettszenen gezeigt: Auch eine Live-Übertragung der "Fledermaus" aus der Staatsoper gehörte zum Repertoire. Wer selber dirigieren wollte, zumindest virtuell, konnte dies im Haus der Musik unweit des Silvesterpfad-Hauptgeschehens tun. Auch der Riesenradplatz im Prater war wieder Teil der großen Party. Dort stand um Mitternacht sogar ein musiksynchrones Feuerwerk auf dem Programm. Das innerstädtische Feuerwerk wurde am Heldenplatz gezündet - inklusive einer Fahrrad-Stunteinlage zum Auftakt des Neujahrs-Countdowns.

Aber nicht nur in Wien wurde das neue Jahr ausgelassen und lautstark begrüßt. Auch in allen Landeshauptstädten sowie vielen anderen Gemeinden feierten die Menschen bis in die frühen Morgenstunden.

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