Die Stadien in Barcelona, Liverpool oder Mailand sind legendär – nehmen die sogenannten Groundhopper aber eher nur am Rande zur Kenntnis. Ganz oben auf ihrer Agenda stehen die skurrilsten und kuriosesten Plätze dieser Welt. Oder eben die familiärsten. Der Niederösterreicher Alex Matzka hob das Fußballreisen auf ein neues Level …
„Natürlich haben die großen Stadien ihren Reiz. Ich fühle mich bei Amateur-Teams aber viel wohler. Dort lernst du sofort neue Leute kennen, schmeckt auch das Essen besser – zudem herrscht einfach ein ganz anderer Flair“, sagt Alex Matzka, der dem runden Leder hinterher reist, ein sogenannter Groundhopper („Stadionspringer“) ist. „Seit meinem 19. Lebensjahr notiere ich alle Stationen in einer Excel-Liste. Mittlerweile habe ich 1810 Plätze besucht.“
Ein Zwischenstand, der nicht lange hält. Im Schnitt schaut sich der Hausleitner am Wochenende fünf bis sieben Partien an. Ein kostspieliges Hobby, oder? Matzka, im Brotjob als Lagerarbeiter tätig, grinst: „Das geht schon ein bisschen in den Tank. Alles andere ist aber mittlerweile halb so wild. Ich bekomme viele Einladungen.“ Die Klubs im Gegenzug seine Bilder …
Seit einigen Jahren hält der 31-Jährige, der sich in der Szene längst einen Namen erarbeitet hat, seine Abenteuer auf der Kamera fest. „Ich finde es schön, wenn ich den Vereinen mit meinen Bildern eine Freude machen kann.“
Während seiner Ausflüge kamen ihm schon ein paar richtige Schmankerln vor die Linse. Das Highlight? „Schwierig, es gab einfach zu viele! Bei einem tschechischen Drittligisten steht direkt hinter dem Tor eine Radrennbahn. Wohl einzigartig!“ Ist auch seine Reiseplanung.
„Wenn ich mit einem Land beginne, besuche ich alle Erst- und Zweitligisten.“ Sprich: Von jedem Team ein Heimspiel. „Das verstehen nur echte Fußball-Fans. Bei mir hat sich diese Leidenschaft über Jahre entwickelt.“ Und zwar wertfrei. „Ich habe den Luxus, dass ich keinen speziellen Verein die Daumen drücke, alles aufsaugen und genießen kann …“
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