Liebe macht bekanntlich blind – oder wie in diesem Fall gutgläubig: Eine 71-jährige Tirolerin ließ sich von einem skrupellosen Liebesschwindler im Internet eiskalt abzocken. Der vermeintliche Seemann tischte der Seniorin dreiste Lügenmärchen auf und entlockte ihr letztlich rund 50.000 Euro.
Bereits Ende März war die Pensionistin aus St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) über eine Social-Media-Plattform von einem angeblich 63-jährigen Mann kontaktiert worden. Er gab an, sie näher kennenlernen zu wollen. Es war dies der Beginn einer vermeintlichen Liebesgeschichte – die fatal endete.
„Schiffsingenieur“ in Australien unterwegs
Aber der Reihe nach: Das Duo fing an, sich regelmäßig zu schreiben und tauschte kurze Zeit später bereits Telefonnummern aus. Der Kontakt fand laut Polizei jedoch zu jeder Zeit nur schriftlich statt.
Der vermeintliche „Lover“ erschlich sich nach und nach das Vertrauen der 71-Jährigen – er spielte ihr die große Liebe vor und gab an, ein Schiffsingenieur und beruflich gerade in Australien auf einem Schiff unterwegs zu sein.
Der Unbekannte versprach der Tirolerin, sie zu besuchen. Dazu würde er aber Geld benötigen.
Die Polizei
Codes abfotografiert und weitergeleitet
„Der Unbekannte versprach der Tirolerin, sie zu besuchen. Dazu würde er aber Geld benötigen. Die 71-Jährige kaufte daraufhin sogenannte ,Gift Cards‘, fotografierte die Codes ab und schickte diese dem Mann“, so die Polizei.
Gefälschte Überweisungsbestätigungen
Die Web-Bekanntschaft versprach freilich auch, das Geld zurückzuüberweisen. Folglich trudelten auch Überweisungsbestätigungen ein, die jedoch gefälscht waren. Auch Geld kam nie eines an.
Der Kontakt brach ab, ein mittlerer fünfstelliger Eurobetrag ist futsch. Am Sonntag erstattete das Opfer schließlich Anzeige bei der Polizei.
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