Die Experten der Tiroler Bergrettung raten dringend, den Wetterbericht genau zu lesen und die Tourlänge danach auszurichten. Und sogar im Sommer sollte man Handschuhe und Mütze auf eine Tour mitnehmen.
Während die letzten Schneefelder schmelzen, bilden sich am Himmel neue Gefahren für die Bergfexe. Die Gewittersaison steht am Start und erfordert schon dieses Wochenende größte Vorsicht im Gelände.
Früher Start wichtig
„Eine gute Tourenplanung unter Berücksichtigung des Wetterberichtes ist unabdingbar“, betont Ekkehard Wimmer, der neue Landesleiter der Tiroler Bergrettung. Christian Eder, Ausbildungsleiter alpin der Einsatzorganisation, rät zu einem frühen Start und zur Anpassung der Tourlänge an den Wetterbericht. „Wenn für die Mittagszeit Gewitter angekündigt sind, muss man mittags bereits in sicherem Gebiet oder auf einer Hütte sein“, sagt Eder.
Eine gute Tourenplanung unter Berücksichtigung des Wetterberichts ist unabdingbar.
Ekkehard Wimmer, Landesleiter Bergrettung Tirol
Kondition muss zur Tour passen
Er warnt in diesem Zusammenhang vor Selbstüberschätzung, aus der bekanntlich immer mehr Rettungseinsätze resultieren. „Meine Kondition muss zur Tour passen“, betont er. Nur wer die eigene Kondi realistisch einschätze, schaffe es, rechtzeitig wieder an einem sicheren Platz zu sein.
Wenn für die Mittagszeit Gewitter angekündigt sind, muss man mittags bereits in sicherem Gebiet oder auf einer Hütte sein.
Christian Eder, Ausbildungsleiter alpin, Bergrettung Tirol
Im Ernstfall möglichst klein machen
Der genaue Ort eines Gewitters sei selbst für Wetter-Apps meist nicht vorhersehbar. Daher müssten Bergfexe die Wetterentwicklung stets genau beobachten. Und wenn man dennoch in ein Unwetter gerät, laute die wichtigste Regel: möglichst klein machen, nicht bewegen und nicht den höchsten Punkt bilden. „Freistehende Bäume sind Tabu!“
Regenschutz und warme Kleidung
Und in den Rucksack gehören auch Regenkleidung, Mütze und Handschuhe. Eder: „Im Gebirge kann es innerhalb kurzer Zeit um 10 bis 15 Grad abkühlen.“
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