Der Steirer Kevin Hamminger (33) ist ein Mann der Extreme. Schon mit 23 Jahren erkochte er sich in Graz zwei Hauben. Zehn Jahre später schlägt er jetzt ein ganz neues Kapitel auf.
Ein radikaler Berufswechsel erfordert Mut. Vor allem, wenn man in seinem alten Job einer der erfolgreichsten der Branche war. Der steirische Zwei-Hauben-Koch Kevin Hamminger hat diesen Schritt gewagt. Wirklich dramatische Gründe hat der sympathische 33-Jährige dafür nicht. „Ich habe meine Arbeit geliebt. Dann kam Corona und ich bin eine Zeit lang daheim herumgesessen. Also habe ich zu sporteln angefangen.“ Er kaufte sich ein Rennrad und begann zu fahren.
Seit ich nicht mehr so viel in der Küche stehe, wie früher, koche ich daheim auch wieder gern. Besonders oft machen wir Pizza und trinken dazu ein gutes Glas.
Kevin Hamminger
Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung als Ernährungscoach und Trainer. „Im Zuge dieser Ausbildung hat mich die Anatomie und Pathologie gefesselt und irgendwie bin ich da reingekippt.“ Und so wie in der Spitzengastronomie, wo er jahrelang mit Hingabe auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse seiner Gäste eingegangen ist, will der gebürtige Salzburger das künftig als selbstständiger Heilmasseur tun (https://massage-hamminger.at).
„Denn auch hier geht es um Präzision und Kreativität. Und je mehr man kann, desto mehr kann man helfen.“ Deshalb hat er zusätzliche Spezialausbildungen in den Bereichen Kinesiotaping, Schröpfen und Moxen absolviert.
Das Kochen ist ein schöner Job. Aber du stehtst immer drinnen. So ein Familienvater wollte ich nicht sein. Und das jetzt taugt mir richtig.
Kevin Hamminger
„Mache alles intensiv“
Noch ein Grund für das neue Kapitel: Er möchte mehr zu Hause sein. „Party habe ich in meinem Leben genug gehabt, jetzt mag ich unser gemütliches Leben.“ Auch irgendwann als Papa. Ganz ohne Kochen geht es freilich nicht. Kevin steht nach wie vor gern bei seinem Schwager im renommierten Restaurant „Kupferdachl“ in Premstätten am Herd. „Aber nicht mehr so viel wie früher.“
Auch das Radfahren darf natürlich nicht zu kurz kommen. Demnächst steht nämlich ein 24-Stunden-Rennen auf dem Programm. Unlängst fuhr er auch nach Piran (Slowenien) ans Meer, nur so, um zu schauen, ob er es schafft. „Ja, wenn ich etwas mache, dann intensiv“, schmunzelt der 33-Jährige.
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