45 Prozent der über 70-Jährigen in Österreich nutzen das Internet nicht, haben aber zu 100 Prozent Anspruch auf Förderungen vom Bund in der Höhe von vier Milliarden Euro – die nur online erhältlich sind. Die SPÖ will Abhilfe schaffen und ihre Forderung nach einem Recht auf analoges Leben durchsetzen. Wo die Partei überall Nachteile für Ältere ortet und was im dazu vorbereiteten Dringlichen Antrag steht.
Beim Parteirat im niederösterreichischen Wieselburg hielt SPÖ-Chef Andreas Babler seine viel zitierte „Herz und Hirn“-Rede. Besondere Beachtung erhielt damals und erhält auch heute noch die Forderung nach einem Recht auf analoges Leben. „Die ältere Generation hat mit ihrer harten Arbeit dieses Land zu dem gemacht, was es heute ist. Dafür gebührt ihnen unser Respekt. Respekt für Ältere heißt auch, dass niemand bestraft werden soll, wenn er oder sie nicht jeden Schritt im Leben digital machen will“, heißt es dazu aus der Partei. Bei der Plenarsitzung am Mittwoch wird die SPÖ einen Dringlichen Antrag im Parlament einbringen – und die Forderung so bald wie möglich in ein Gesetz gießen.
Es geht hier um staatliche Förderungen in Milliardenhöhe, um sichere Sparanlagen mit guten Zinsen und letztlich auch schlicht um Respekt den Menschen gegenüber, die unser Land zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Eva-Maria Holzleitner, Chefin der SPÖ-Frauen
Vier Milliarden Euro nur online abzuholen
Laut roten Rechnern würden alleine die Bereiche Bundesschatz, Reparatur- und Handwerkerbonus sowie Sanierungsbonus und Kesseltausch, Leistungen bzw. Förderungen der öffentlichen Hand mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro ausmachen, die ausschließlich online beantragt werden können. Eine Million Menschen würden diese Online-Angebote verwehrt bleiben. Die Sozialdemokraten um Frauenchefin Eva-Maria Holzleitner sehen insbesondere drei Stoplersteine, die man aus dem Weg rollen müsse:
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