Ein Gericht in Valencia hat drei Fußballfans wegen rassistischer Beleidigungen des brasilianischen Starstürmers Vinicius Junior von Real Madrid zu je acht Monaten Gefängnis verurteilt.
Sie müssten zudem die Gerichtskosten tragen und hätten zwei Jahre Stadionverbot für Spiele der Liga oder des spanischen Fußballverbandes erhalten. Haftstrafen unter zwei Jahren werden in Spanien von den Richtern und Richterinnen häufig zur Bewährung ausgesetzt.
Mit dem rechtskräftigen Urteil sei erwiesen, dass die drei Angeklagten Vinicius mit Rufen, Gesten und Sprechchören beleidigt hätten, die sich auf seine Hautfarbe bezogen, wobei sie mit offensichtlicher Verachtung für die „schwarze Hautfarbe des Spielers handelten“. Diese Rufe und Gesten „rassistischer Natur“, die unter anderem aus der Nachahmung von Affenbewegungen bestanden, verursachten bei dem Fußballer „Gefühle der Frustration, Scham und Demütigung, wodurch seine Würde untergraben wurde“, hieß es in dem Urteil weiter.
Die drei Angeklagten hätten die Tat gestanden und ihre strafrechtliche Verantwortung anerkannt. Zudem hätten sie ein Entschuldigungsschreiben an Vinicius Junior, an Real Madrid und an alle anderen Personen gerichtet, die sich durch ihr Verhalten verunglimpft und beleidigt fühlten. Sie hätten nicht nur Reue gezeigt, sondern in ihrem Schreiben an die Fans auch dazu aufgerufen, Rassismus und Intoleranz aus den Wettbewerben zu verbannen.
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