4,60 Euro kostet ein Seiterl am Bierfest Am Hof. Brauereien und Wirte verteidigen den Preis. Die Gäste sehen das zum Teil anders.
Ein kühles Bier ist für viele Wiener immer noch das liebste Erfrischungsgetränk im Sommer. Dementsprechend groß war der Andrang am Eröffnungstag des Bierfestes. Bereits zu Mittag herrschte ausgelassene Stimmung Am Hof.
„Man merkt, die Menschen wollen wieder raus“, sagt Standbesitzer Georg Lehner. Einziger Wermutstropfen sind die Preise. Der Mindestpreis für ein kleines Bier – große gibt es nicht – ist 4,60 Euro. „Die Preise sind in Ordnung, die Produktionskosten sind stark gestiegen, wir müssen das weitergeben. Wer billiges Bier will, geht in den Supermarkt“, sagt Christian Berger vom Gasthaus Zur Goldenen Kugel.
Spritzer gibt es am Bierfest nicht
Wer zwischen dem Bier gerne einen Spritzer trinken will oder gar kein Bier trinkt, hat Pech gehabt. Zum Unmut mancher Standbesitzer und Gäste. „Ich finde das nicht in Ordnung, dass es keinen Spritzer gibt. Gerade junge Damen trinken oft kein Bier, sagt Berger. Dafür gibt es Bierschnaps und Bierbowle.
Wer hierherkommt, akzeptiert die Preise. Sonst muss man in den Supermarkt gehen. Ich würde gerne Spritzer verkaufen, darf aber nicht.

Standler und Wirt Christian Berger
Bild: Peter Tomschi
Natürlich ärgert mich der Bierpreis, aber er ist angepasst. Ich trinke deswegen nicht weniger. Dass junge Leute jammern, verstehe ich.

Günther Schinko
Bild: Peter Tomschi
Und was sagen die Besucher dazu? „Mir kommt vor, das Bier ist heuer kleiner und teurer. Das ärgert mich. Ich trinke dann halt nur zwei Seiterln und gehe“, sagt Herbert Lukisch. Wiederum Günther Schinko und seine Freundespartie lassen sich von den Preisen nicht abhalten, mehr zu trinken.
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