Ewiger Neidhammel

Hamilton schimpft: “Vettel hat nur Glück gehabt”

Sport
06.11.2012 10:22
Nach dem Grand Prix von Abu Dhabi schwärmte der Formel-1-Zirkus von Comeback-Sieger Kimi Räikkönen und Weltmeister Sebastian Vettel, der in seinem Red Bull als Letzter ins Rennen ging und mit einer unglaublichen Fahrt noch Dritter wurde. Nur McLaren-Pilot Lewis Hamilton, der in Führung liegend ausschied, ließ sich am Montag zu einer Neid-Attacke hinreißen und meinte, Vettel habe nur Glück gehabt.

"Es ist unglaublich. Er muss der glücklichste Mensch in der Formel 1 sein", sagte der Engländer, der 2008 den WM-Titel geholt hatte. "Als ich Champion wurde, hatte ich nicht so viel Glück wie Sebastian", wird Hamilton auf planetf1.com zitiert und spielte damit auf den von zwei Safety-Car-Phasen geprägten Rennverlauf an. Vettel profitierte vor allem von der zweiten Safety-Car-Phase, weil sich das Feld zusammenschob. Auch McLarens Teamchef Martin Whitmarsh meinte gegenüber der BBC, dass Vettel viel Glück gehabt habe.

Beim ersten Mal musste er aber wegen eines defekten Frontflügels an die Box und rutschte dadurch erneut an die letzte Position. Das hätten Hamilton und Whitmarsh durchaus auch als Pech bezeichnen können. Schon vor dem Rennen hatte Hamilton Attacken auf Vettel geritten und sinngemäß gesagt, dass Vettel weniger Klasse habe als Fernando Alonso.

Trockener Konter von Red Bull
Red Bulls Teamchef Christian Horner konterte die Angriffe von McLaren trocken: "Sebastians Erfolg ist für einige Leute etwas unangenehm. Erfolge sind der schnellste Weg, sich im Fahrerlager unbeliebt zu machen." Ähnlich sieht es Helmut Marko, Motorsportdirektor bei Red Bull: "Wenn einer behauptet, Vettels Leistungen lägen nur am Auto, dann weiß er nicht, wovon er spricht."

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