Unbestätigten Quellen aus dem Kreml zufolge wäre Wladimir Putin für einen Waffenstillstand auf Basis des gegenwärtigen Frontverlaufs in der Ukraine bereit. Und dies – so westliche Militärexperten – wohl weil die russische Armee trotz großer Anstrengungen nur leichte Vorteile zu verzeichnen hat und weil in wenigen Wochen die Lieferung neuer westlicher Munition und Waffen an Kiew erfolgen wird.
EINERSEITS heißt es nun, im Umfeld des ukrainischen Präsidenten Zelenskij als auch in NATO-Kreisen, dass Putin das nur als Ruhepause nützen würde, um bei nächster Gelegenheit weiter militärisch vorzugehen.
ANDERERSEITS könnte aber ein solcher Waffenstillstand längerfristig zu so etwas wie einem eingefrorenen Krieg werden. Ähnlich wie in Korea im Jahre 1953, wo es auch keinen offiziellen Frieden gab, könnten somit doch auf Dauer die Waffen schweigen.
Der Westen könnte indessen die Ukraine militärisch dergestalt stabilisieren, dass Russland kaum mehr die Möglichkeit hätte, weitere militärische Erfolge zu erzielen. Und man könnte die Ukraine auch in die NATO aufnehmen. Putin wiederum könnte behaupten, dass er sein Kriegsziel, nämlich in der Ostukraine eine Pufferzone zwischen NATO und Russland zu schaffen, erreicht hätte.
Nachdem Putin nicht siegen darf und die Ukraine nicht siegen kann, wäre ein eingefrorener Krieg besser als weiteres Morden und Zerstören. Und Putin würde als Väterchen Frost in die Geschichte eingehen.
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