Bundesländer-Vorstoß

Extremwetter: Alarm an alle Handys in Gefahrenzone

Tirol
30.05.2024 14:23

Wie will man Krisen und Katastrophen künftig gemeinsam meistern? Beim ersten Bundesländer-Vernetzungstreffen am Innsbrucker Bergisel gab es dafür fünf konkrete Beschlüsse. Wirklich zuständig ist man aber nicht . . .

Wie kann man sich zusammen auf Stürme, Hochwasser, Waldbrände, Hitzewellen und andere Elementarereignisse vorbereiten? Zu dieser Frage folgten Vertreter aus allen Bundesländern der Einladung von Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) auf den Bergisel.

Tirols Krisenmanager Elmar Rizzoli mit LR Mair und LR Fellner (Kärnten, v. li.).
Tirols Krisenmanager Elmar Rizzoli mit LR Mair und LR Fellner (Kärnten, v. li.).(Bild: Birbaumer Christof)

Mair: „Die gleiche Aufgabe für uns alle“
Wohl ein Zufall, dass ausgerechnet am Wochenende manche Herausforderungen für Einsatzkräfte lauern könnten. Denn es ist flächendeckend starker Regen prognostiziert, vor allem am Freitag.

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Die Topografie der Bundesländer mag unterschiedlich sein. Unsere Aufgabe, sich bestmöglich auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten, ist jedoch die gleiche.

Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP)

„Die Topografie der Bundesländer mag unterschiedlich sein. Unsere Aufgabe, sich bestmöglich auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten, ist jedoch die gleiche“, betont Mair.

Was in Innsbruck beschlossen wurde
Fünf Beschlüsse wurden gefasst, der Normalbürger dürfte am meisten vom Projekt „AT-Alert“ bemerken: Warnungen erreichen damit alle Personen, deren Handy in einem bestimmten Gebiet eingeloggt ist – ideal etwa bei Unwetterfronten. Das technisch komplexe System soll im Herbst einsatzbereit sein. Weitere Eckpunkte bzw. Forderung an den Bund:

  • VOST-AT: Im Ernstfall werden Posts aus sozialen Netzwerken von den Einsatzstäben für ein Lagebild ausgewertet. Der Name leitet sich von „Virtual Operations Support Teams“ ab. In Deutschland sind bei Großeinsätzen – etwa großflächigen Hochwasserszenarien – bereits derartige Teams im Einsatz.
  • Wetterradar-Verbund: „Wir brauchen vier bis fünf weitere Stationen in Österreich“, fordert der Kärntner LR Daniel Fellner. Kosten: rund vier Millionen Euro. Bei der Radarabdeckung in Österreich gebe es für eine flächendeckende Warnung vor Unwettern noch Optimierungspotenzial.
  • Waldbrände: Einsatzkräfte sollen nicht weiter pauschal, sondern kostengemäß entschädigt werden. Konkret sollen die Kosten der tatsächlich verbrauchten Betriebsmittel und die notwendige einsatzrelevante Verpflegung in vollem Umfang ersetzt werden.
  • Ausbildung: Synergien bei der Fortbildung für Krisenmanagement werden angestrebt. Interessierte sollen auch Kurse in anderen Bundesländern besuchen können.
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