Mi, 20. Juni 2018

Kurioses vom Heer

30.10.2012 16:57

Rekrut salutierte nicht vor Pony - Strafdienst

In der Debatte um die Zukunft des österreichischen Bundesheeres melden sich jetzt auch immer mehr ehemalige Rekruten zu Wort. Auf der Website wehrpflichtade.at berichten sie über skurrile, erniedrigende, viel seltener auch witzige Vorfälle während ihrer Präsenzdienstzeit - so auch über den Befehl, ein Pony zu grüßen.

Ex-Präsenzdiener Felix schildert Unglaubliches aus seiner Zeit beim Heer: Er habe vor dem Garde-Pony, das die Trommel zieht, nicht salutiert. Sein Pech: Weil das Tier den Titel "Korporal" führt, ist es genau genommen der Vorgesetzte der Rekruten. Daher sei er wegen der Gruß-Verweigerung zu einem Wochenend-Strafdienst verdonnert worden. "Wie blöd ist das denn, bitte?", fragt der Betoffene auf der Website wehrpflichtade.at.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter meldete sich dort schon zu Wort und teilte seine Erinnerungen mit der Öffentlichkeit: "Bei einem 15-Kilometer-Marsch quer durchs Ackerland hieß es plötzlich von einem sogenannten Ausbildner 'Rrrrrrauchpause, fünf Minuten, und alle, die nicht rauchen, derweil im Laufschritt um die Rauchergruppe'." Er habe damals natürlich mitgeraucht, auch mitgetrunken - im Gasthaus wurden Runden ja nur für Bier, Wein und Schnaps geschmissen, nicht für "Tschopperlwasser", so Kräuter weiter. "Nach dem auch sonst für mich völlig sinnlosen Präsenzdienst habe ich mir das Saufen und Rauchen mit viel Selbstdisziplin wieder abgewöhnt."

Eine ähnlich schlechte Werbung für das Bundesheer ist auch die Erzählung von Lukas. "Ich werde nie vergessen, wie wir damals zumindest 20 Minuten während der reinsten Gelsenplage in Grundstellung stehen mussten. Der befehlshabende Unteroffizier zählte währenddessen von drei Minuten runter. Sobald sich aber ein Rekrut wegen der Gelsenstiche bewegte, begann er, neu zu zählen."

Die Einstellung ehemaliger Rekruten zum Thema Wehrpflicht scheint - zumindest auf dieser Homepage - ziemlich eindeutig zu sein, doch wie sich Österreich letztendlich entscheiden wird, bleibt abzuwarten. Am 20. Jänner 2013 sind jedenfalls alle aufgerufen, an der Volksbefragung teilzunehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.