Do, 18. Oktober 2018

Afghanen getötet?

14.10.2012 13:20

Fünf britische Soldaten wegen Mordes angeklagt

Fünf britische Soldaten der Royal Marines sind im Zusammenhang mit einem Vorfall in Afghanistan im Jahr 2011 wegen Mordes angeklagt worden. Das teilte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Insgesamt waren im Laufe der Ermittlungen neun Soldaten festgenommen worden, vier davon wurden ohne Anklagen wieder freigelassen. Was genau sich zugetragen haben soll, erklärte das Ministerium nicht. Zivilisten aber seien nicht beteiligt gewesen.

Die Soldaten sollen zu der Einheit "3 Commando Brigade" gehören, die zu dem Zeitpunkt in der Unruheprovinz Helmand stationiert war. Der Fall birgt potentielle Sprengkraft: Es ist das erste Mal, dass sich britische Soldaten wegen Mordverdachts in Haft befinden.

Zeitung: Kamerad gab Hinweis
Laut der Zeitung "London Evening Standard" dürfte ein Kamerad der Verdächtigen den Behörden Hinweise darauf gegeben haben, dass ein aufständischer Kämpfer in einer Weise bei einem Einsatz der Einheit ums Leben kam, die gegen das Kriegsrecht des Militärs verstoßen habe. Der Getötete habe demnach keine Bedrohung dargestellt und könnte Spekulationen zufolge unbewaffnet gewesen sein.

Kabul über Festnahmen erfreut
Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums reagierte erfreut auf das Bekanntwerden der Festnahmen der britischen Soldaten. "Dies ist ein guter Schritt, der wesentlich dabei helfen kann, Verlusten in Afghanistan vorzubeugen - insbesondere zivilen Opfern", sagte Mohammad Zaher Azimi. Es sei wichtig, dass die britischen und die NATO-Streitkräfte das Kriegsrecht respektieren, betonte der Ministeriumssprecher.

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