Musikfestivals buchen Stars für Auftritte, in Hallein ist das anders herum: Musiker wollen unbedingt dabei sein und ergreifen selber die Initiative.
„Das mit dem 10-Volt-Festival hat so cool geklungen, dass wir den Veranstaltern direkt eine E-Mail geschrieben haben, ob wir auch dabei sein können“ - das sagt nicht etwa ein Fan, sondern keine geringere als Yasmin Hafedh, Bühnenpoetin und Rapperin („Yasmo & die Klangkantine“).
Und ja, sie konnte. „Die Veranstalter haben sich mit ihrer Antwort zwar Zeit gelassen, aber ist ja klar, dass die nach der letzten Festival-Ausgabe mal chillen mussten. Das ist schon ein mörderisches Projekt, was die hier auf die Beine stellen“, nimmt Hafedh es gelassen.
Bereits seit Anfang der Woche ist sie samt ihrer Band in Hallein und nahm am einwöchigen Gastprogramm teil. Sich Zeit lassen, ist tatsächlich auch hier ein großes Thema – und durchaus gewollt. Denn die geladenen Künstler sollen sich im Rahmen ihres Aufenthalts auf ihre kreative Arbeit konzentrieren und neue Projekte entwickeln – ohne wirtschaftlichen Druck. Dafür stellt das Festival ihnen Proberäume, Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.
„Das gibt uns Musikern Raum, um zu arbeiten. Es wurde hier so viel Infrastruktur für uns aufgestellt, bist du deppert. Man muss sich um nix kümmern, außer um die kreative Arbeit. Das ist eine wahnsinnige Chance“, fasst Rapperin Hafedh zusammen.
Auch Kooperationen mit Künstlern anzubahnen war eine Intention der Veranstalter. „Es haben sich wirklich einige neue Sachen ergeben“, freut sich die Rapperin. Das Publikum in Hallein darf sich heute noch auf einen weiteren Festivaltag freuen. Unter anderem auf Hafedh und ihre Band. Zu Ende geht das Musikfestival in der Nacht im Ziegelstadel mit Bonnie Callini.
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