Für Paszek hat es damit auch beim sechsten Antreten in der TipsArena auf der Linzer Gugl nicht zum großen Wurf gereicht. Nur 2005, bei ihrer Premiere auf der WTA-Tour, und 2007 hat die Dornbirnerin die erste Runde überstanden. Damit steht nur noch Patricia Mayr-Achleitner für Österreich im Einzelbewerb des mit 220.000 Dollar dotierten WTA-Turniers.
"Hier geht der Knopf nicht auf"
"Irgendwie geht hier der Knopf nicht auf. Vier Mal in der Turniergeschichte von sechs Jahren gegen eine Qualifikantin, nur einmal gewonnen. Das ist keine gute Bilanz", rätselte Paszek über ihre schwache Linz-Performance. "Sie hat mir wenig geschenkt, ich ihr umso mehr", erklärte die 21-Jährige nach dem Match gegen die 27-Jährige.
Mattek-Sands, die im Vorjahr noch die Nummer 30 der Welt und danach verletzt war, fiel an diesem Tag nicht nur durch ihr außergewöhnliches Outfit (lange Stutzen bis zu den Knien, langer, violett gefärbter Haarzopf) auf. Sie war einfach auch die aggressivere Spielerin, die Paszek mit viel Tempowechsel, Slice- und Stoppbällen immer wieder die Schneid abkaufte.
"Ich hab blöderweise gleich das zweite Game im ersten Satz verloren, mit zwei Doppelfehlern", erinnerte sich Paszek. Viel schneller als ihr lieb war lag sie mit 2:6, 0:3 zurück. "Ich habe im zweiten Satz ein bisschen besser gespielt und ins Spiel gefunden. Aber es hat nicht sollen sein." Die zweifache Wimbledon-Viertelfinalistin und diesjährige Eastbourne-Siegerin schaffte noch das 3:3. Dann unterlief ihr beim vierten Matchball ihrer Gegnerin bei 4:5 Doppelfehler Nummer fünf.
Trainer bei Heimmatch nicht dabei
Dass sich Paszek gerade vor eigenem Publikum besonderen Druck macht, ist bekannt. Umso mehr bedauerte sie, dass es ihrem Trainer Andrei Pavel aus organisatorischen Gründen nicht möglich war, in Linz dabei zu sein. "Zuhause will man das Beste geben, und das kommt einmal im Jahr vor - und genau an dem Tag soll es funktionieren", meinte Paszek. "Natürlich ist man ein bisschen nervöser und spielt doch auch ein bisschen für die Fans." Wenigstens sei sie im Doppel im Bewerb.
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