Do, 20. September 2018

Holzhauser-Frage

08.10.2012 10:13

Stuttgart-Coach Bruno Labbadia rastet bei PK aus

Der österreichische Jungstar Raphael Holzhauser vom VfB Stuttgart hat am Sonntagabend - unverschuldet - für einen Wutausbruch bei seinem Trainer Bruno Labbadia gesorgt. "Ich kann nicht akzeptieren, dass der Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird", sagte der Coach des deutschen Krisenklubs nach dem 2:2 gegen Leverkusen, nachdem er auf die Auswechslung von Holzhauser angesprochen wurde.

Der Österreicher zeigte beim Heimspiel gegen die Bayer-Elf eine gute Leistung und bereitete die zwischenzeitliche 2:1-Führung durch Ibisevic mustergültig vor. In der 77. Minute wurde der 19-Jährige vom Feld genommen, die Zuschauer pfiffen und ließen mit "Bruno raus"-Rufen ihrem Unmut freien Lauf.

Bei der Pressekonferenz nach dem Match sprach ein Journalist Labbadia auf die Äußerungen der Fans an und sorgte für einen Ausraster des Stuttgart-Coaches. Dass der Trainer "wie der letzte Depp" dargestellt werde, "als hätte er gar keine Ahnung", das könne er nicht akzeptieren, so Labbadia. Holzhauser habe bereits in der Halbzeit signalisiert, dass er angeschlagen sei, in der zweiten Hälfte habe er dann um die Auswechslung gebeten.

"Trainer sind nicht die Mülleimer von allen"
Labbadia: "Die Zuschauer sind aufgewiegelt durch absolute Unwahrheiten. Holzhauser wäre nicht mehr beim VfB, sondern im August an einen anderen Klub ausgeliehen worden, wenn ich nicht mein Veto eingelegt hätte. Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen." Dann holte der Coach zum General-Angriff auf das Stuttgarter Umfeld aus: "Es ist eine gewisse Grenze erreicht. Vor 22 Monaten bin ich hier angetreten. Da hatten wir nur zwölf Punkte auf dem Konto, waren Tabellenletzter. Da hat keiner mehr auch nur einen Pfifferling auf die Mannschaft gesetzt. Danach habe ich sie in die Europa League geführt."

Er wundere sich nicht, so Labbadia, dass es beim VfB alle paar Monate einen neuen Trainer gebe: "Als normaler Bundesliga-Trainer muss man sich die Frage stellen: Gehe ich einen schweren Weg mit? Oder sage ich: Am Arsch geleckt! Das Fass ist absolut voll."

Erinnerungen an Trapattoni-Rede werden wach
Mit seinem Wutausbruch erinnerte Labbadia an eine PK-Sternstunde in der deutschen Bundesliga, als der damalige Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni 1998 bei einem Pressegespräch in München zu einer legendären Brandrede ausholte...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Superstar sieht Rot
Tränen bei Ronaldo und große Aufregung im Netz
Fußball International
Duell mit Spartak
Rapid: Die hässliche Fratze soll im Keller bleiben
Fußball International
Haidara nach Leipzig?
Leipzigs Rangnick zündelte vor Hit gegen Salzburg
Fußball International
Champions League
ManCity daheim sensationell von Lyon überrumpelt
Fußball International
Tränen bei CR7
Rot! Ronaldos Juve-CL-Debüt endet nach 30 Minuten
Fußball International
Dosen-Duell
Leipzig gegen Salzburg ohne Star-Stürmer Werner
Fußball International
2:2 gegen Donezk
Tor bei CL-Debüt! Grillitsch trifft für Hoffenheim
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.