Das traditionsreiche Ranggeln um den Titel „Gauder Hogmoar 2024“ im Zuge des Gauder Festes in Zell am Ziller zog am Samstag einmal mehr die Massen an. Die „Krone“ präsentiert diesen beliebten Bewerb seit fünf Jahren. Daher haben wir uns in diesem Jahr auch mit einem Kamerateam unter die Ranggler und Zuschauer gemischt. Neben Jubelstimmung gab es auch kritische Worte – siehe Video oben.
Er ist ein wahrer „Kroftlaggl“, der Osttiroler Lukas Mattersberger. In einem spannenden Finalkampf setzte er sich – wie berichtet – im zweiten Anlauf gegen seinen Rivalen Stefan Gastl (Verein Brixental/Wildschönau) schließlich durch. „Es war ein wahrer Kraftakt“, schnaufte er im krone.tv-Interview, „der Finalkampf war der schwierigste“. Die weiteren Ziele des Freileitungsmonteurs im heurigen Jahr: „Die Meisterschaft gewinnen und verletzungsfrei bleiben!“

Ehemalige Sieger unter den Zuschauern
Angefeuert wurde der Osttiroler nicht nur von den Zuschauern, die bei Kaiserwetter in Scharen kamen, sondern auch von den ehemaligen „Hogmoar-Siegern“ aus dem Zillertal: Siegfried Gruber, Simon Schweinberger, Anton Hollaus und Florian Lindner. Sie hätten sich lieber einen Zillertaler Sieger gewünscht – aber der Kampf um diesen begehrten Titel ist bekanntlich kein Wunschkonzert. „Das klappt in naher Zukunft schon wieder“, waren sie sich einig.
Leider müssen wir mittlerweile Kinder verschicken, weil wir keine Halle haben.
Anton Wurm, Obmann Zillertaler Ranggler
„Es gibt im ganzen Zillertal keine Halle für uns“
Anton Hollaus, Obmann des Zillertaler Ranggel- und Judovereins, sprach vor der Kamera auch ein ernstes Thema an. „Die politischen Vertreter sind zwar immer da, wenn es ums Foto machen geht, aber wenn wir ernsthafte Probleme zu lösen haben, dann ist es stets ein langer Weg“, sagt er, „das Interesse an unserem Sport ist beim Nachwuchs derzeit ungebrochen. Aber leider müssen wir mittlerweile Kinder verschicken, weil wir keinen Platz mehr für sie haben. Sprich: Es gibt keine adäquate Halle für uns im Zillertal, die wir mit rund 40 Kindern benützen können – das scheint unmöglich zu sein. Und wenn sich einmal eine Option auftut, dann zieht sich alles dermaßen in die Länge, dass wiederum den Trainern die Luft ausgeht und sie abspringen.“
Angebote sind willkommen
Hoffentlich lässt sich doch noch zeitnah eine geeignete Trainingshalle im Zillertal finden, damit nicht noch mehr an Sport interessierte und motivierte Kinder abgewiesen werden müssen. Wurm freut sich über jegliche Kontaktaufnahme.
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