Fr, 22. Juni 2018

"Totales Chaos"

05.10.2012 17:27

Strache fordert: "Pickerl-Abzocke sofort stoppen"

Rot-Grün betont weiter gern die - in vielen Straßenzügen tatsächlich sichtbaren - positiven Folgen der Pickerlzonen-Erweiterung. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisiert hingegen das vielerorts herrschende "totale Chaos". "Hier wird ein Krieg auf der Straße provoziert, das Experiment muss gestoppt werden", so der FPÖ-Chef.

Plötzliche Überparkung ganzer Stadtteile, Anrainer-Aufstände und der Zorn vieler Autofahrer sind für Strache "sehr, sehr verständlich". "Hier findet doch grundsätzlich nur ein Verdrängungswettbewerb statt: Rot-Grün schiebt das Parkplatz-Problem einfach in andere Stadtteile ab", sagte Strache.

"Gratis parken für alle Wiener" in der Bundeshauptstadt
Er fordert eine "sofortige Aussetzung dieses Parkpickerl-Experiments. Alle Änderungen müssen zurückgenommen werden, bevor noch mehr Schaden verursacht wird", erklärte der FPÖ-Chef. Und er attackiert frontal Wiens Stadtregierung: "Es kann doch nicht sein, dass Wiens Autofahrer für die miserable Finanzpolitik von Finanzstadträtin Renate Brauner büßen müssen."

Als Alternative schlägt Strache vor: "Es soll ein Parkpickerl für alle Wiener geben. Damit sollen sie in ganz Wien gratis parken können. Einzige Kosten: nur 25 Euro für die Verwaltungsgebühr. Und für die Nicht-Wiener müssten natürlich auch wesentlich mehr Park-and-ride-Garagen an den Stadtgrenzen errichtet werden."

Stellplatz-Misere hat sich verschoben
Dass das Pickerl tatsächlich auch Entlastung bringt, erleben jetzt Bewohner in den Bezirken Penzing, Ottakring und Hernals. Östlich der Leyserstraße, Maroltingergasse, Sandleitengasse und Güpferlingstraße gibt es seit Montag weniger Lärm, weniger Verkehr und viele freie Parkplätze. Die Pendler sind weg.

"Endlich kann ich wieder bei offenem Fenster schlafen", so eine "Krone"-Leserin. Die Stellplatz-Misere hat sich verschoben, etwa nach Währing. Dort kochen viele Anrainer vor Wut. Der Druck auf Bezirkschef Karl Homole steigt.

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