Abschied nach Unfall

„Ich liebe dich mehr, als ich beschreiben kann“

Oberösterreich
11.01.2026 08:00

Beim Lesen tut einem selbst das Herz weh: Die trauernde Lebensgefährtin schrieb auf Facebook erschütternde Zeilen an den bei einem Unfall verstorbenen Partner. Der Gastwirt der Jausenstation Moldaublick in Ulrichsberg war mit einem Quad im Wald tödlich verunglückt.

„Ich liebe dich mehr, als ich beschreiben kann! Ich vermisse dich so sehr! Ein Leben ohne dich wird schwer! Wir waren ein Team. Jetzt bin ich alleine! Du hinterlässt eine riesige Lücke in mir, und auch bei all unseren Gästen! ICH liebe dich mein Schatz“ – mit diesen rührenden Zeilen auf Facebook verabschiedete sich Regina Pfleger (42) aus St. Veit im Mühlkreis tieftraurig von ihrem verstorbenen Lebensgefährten Andreas Mitterhuber (48).

Ein Loipenfahrer half bei der Suche nach dem vermissten Wirt
Ein Loipenfahrer half bei der Suche nach dem vermissten Wirt(Bild: FF Ulrichsberg)

„Wir hatten noch am Nachmittag miteinander telefoniert“
Der Wirt der Jausenstation Moldaublick in Ulrichsberg war, wie berichtet, am Donnerstag gegen 21.30 Uhr tot nahe seiner Jausenstation aufgefunden worden. „Wir haben noch am Nachmittag miteinander telefoniert gehabt. Sein Auto war in der Werkstätte. Darum wollte er mit dem Quad zum Parkplatz fahren, damit ihn dort sein Nachbar abholten und mit hinunter zu seiner Wohnung in der Ortschaft Lichtenberg mitnimmt“, erzählt Regina Pfleger.

Lenker besaß Quad erst seit einem Monat
„Der Andi ist immer durch den Wald gefahren, weil er die Loipe in Schöneben nicht kaputtmachen wollte. Das Quad hat er erst einen Monat gehabt. Ich weiß nicht, warum er damit verunglückt ist, vielleicht wollte er sich bloß die Haube richten. Der Unfall ist ja nur sieben Meter von der Jausenstation entfernt passiert. Wenn er einen Helm aufgesetzt hätte, würde er vielleicht noch leben.“ Mitterhuber hat einen Genickbruch erlitten.

„Er hat sehr friedlich ausgesehen“
Eigentlich sollte sich der Wirt abends bei seiner Partnerin – sie waren sechs Jahre lang liiert – telefonisch melden. Als dies ausblieb, machte sich Pfleger zunehmend Sorgen: „Er hat so eine Smartwatch, die Alarm schlägt, sobald der Puls stark absinkt. Aber in der Gegend gibt’s keinen Empfang.“ Schließlich fuhr ihre Tochter (20) mit dem Freund nach Ulrichsberg, fand den Toten praktisch gleichzeitig mit dem Nachbarn. „Sie hat den Andi identifiziert. Sie hat gesagt, er hat sehr friedlich ausgeschaut“, erzählt Pfleger.

Das ganze Leben der Mühlviertlerin wurde durch diesen Schicksalsschlag auf den Kopf gestellt. Sie wünscht ihrem verstorbenen Partner traurig: „Eine gute Reise, und pass auf all deine Lieben auf! In ewiger Liebe, deine Regina.“

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