Zuletzt war am 20. September eine Frau in der Liebenauer Hauptstraße Opfer eines Goldkettenraubes. Kurz nach dem Überfall hielt die Polizei unweit des Tatorts die beiden Verdächtigen an und fand bei ihnen die Beute. Es stellte sich heraus, dass Vater und Sohn die Überfälle gemeinsam geplant hatten. Der 38-Jährige spähte Opfer aus, der Sohn - er war erst im Juni aus der Haft entlassen worden - verübte die Taten.
Die Beute verkaufte das Duo dann an zwei Goldankaufgeschäfte in der Annenstraße, wobei sie einen Erlös von rund 10.000 Euro erzielten. Die Verdächtigen hatten ihre Opfer vor der Tat beobachtet, folgten ihnen in öffentlichen Verkehrsmitteln und schlugen dann in geeigneten Momenten zu. In einzelnen Fällen soll der Sohn auch spontan geraubt haben.
Pensionist krankenhausreif geprügelt
Fünf Frauen kamen bei den Überfällen zu Sturz und erlitten Verletzungen wie etwa einen Rippenbruch. Das einzige männliche Opfer wurde von hinten niedergeschlagen und am Boden liegend mit Faustschlägen "ausgeschaltet". Der Pensionist musste mit Platzwunden, einem Schulterbruch und einem Nasenbeinbruch in das UKH Graz eingeliefert werden. Bis zur Ausforschung der mutmaßlichen Täter wurden laut Polizei 30 Zeugen einvernommen und "eine Reihe von Tatverdächtigen" überprüft.
Neben den Überfällen dürfte der 16-Jährige auch noch für zumindest fünf Handtaschenraube verantwortlich sein. Dabei entriss der junge Mann den Opfern ihre Taschen zwischen Hauptbahnhof und Lendplatz auf offener Straße. Die Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht und in Untersuchungshaft genommen. Gegen die Ankäufer der Goldketten wurden ebenfalls Ermittlungen eingeleitet.
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