Zwischen dem 1. November und 1. April starben 30 Menschen in den Tiroler Bergen. Vor einem Jahr waren es noch 47 Tote. Ein Experte führt den Rückgang auf die relativ geringe Zahl an Lawinentoten zurück.
Nicht eingerechnet in diese Statistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit (ÖKAS) sind freilich die drei Lawinenopfer von Vent aus der Vorwoche. Der 10-Jahres-Mittelwert weist 42 Tote auf, in den Jahren zuvor kamen ebenfalls mehr Menschen in Tirols Bergen ums Leben (Ausnahme: Corona-Winter 2020/2021).
Relativ wenig Lawinentote
Stefan Hochstaffl, Präsident des Bundesverbands der Bergrettung, erklärt sich den Rückgang mit der relativ geringen Zahl von Lawinentoten. Erklärung dafür: „Die Tourenverhältnisse waren vielfach gut.“
Wir hatten in dem Zeitraum relativ wenig Lawinentote, weil die Verhältnisse vielfach gut waren.
Stefan Hochstaffl, Präsident des Bundesverbands der Bergrettung
Fast 2400 Verletzte
2155 Alpinunfälle wurden in Tirol registriert, im zehnjährigen Durchschnitt sind es 2093. Es gab insgesamt 2378 Verletzte. Auch diese Zahl liegt im Bereich des Zehn-Jahres-Mittelwerts (2257).
Tirol mit den meisten Alpinunfällen
Österreichweit ist die Zahl der Toten mit 106 nahe am Zehn-Jahres-Mittel (109), auch die Zahl der Unfälle und der Verletzten weicht nicht gravierend vom Durchschnitt ab. Die meisten Alpinunfälle passierten in Tirol. Die meisten Todesopfer waren auf Pisten und Skirouten zu beklagen. Herz-Kreislauf-Störungen entpuppten sich bei den Alpintoten als Todesursache Nummer 1.
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