Millionenprojekt

Lech eröffnet umstrittenes Gemeindezentrum

Vorarlberg
12.04.2024 16:32

Nach mehreren Jahren der Planung und des Baus ist am Freitag im Nobelskiort am Arlberg das neue Gemeindezentrum eröffnet worden. Das Vorhaben hatte die Gemeinde über Jahre hinweg tief gespalten. Auch sind die Kosten explodiert. Am Ende kostete das Gemeindezentrum satte 54 Millionen Euro.

Das Projekt, für das anfangs noch 40 Millionen Euro veranschlagt waren, besteht aus zwei Gebäude namens „Dorfhus“ und „Lechwelten“ mit angeschlossener Tiefgarage. Während das fünfstöckige „Dorfhus“ künftig als „zentrale Anlaufstelle für alle“ dienen soll, liegt der Fokus der viergeschoßigen „Lechwelten“ auf mehrtägigen Veranstaltungen, die mit Nächtigungen und Freizeitangeboten zusätzliches Geld in die Kasse spülen sollen.

Die Kosten für die optisch ebenfalls kritisieren, massiven Bauten explodierten. (Bild: Mathis Fotografie)
Die Kosten für die optisch ebenfalls kritisieren, massiven Bauten explodierten.

„Lechwelten“ und „Dorfhus“ sind die Eckpfeiler für einen in Entstehung befindlichen Ortskern, der in naher Zukunft auch den Kirch- und Schulplatz einschließt. Als nächster Schritt werde die Schulplatzgestaltung umgesetzt, ließ Bürgermeister Gerhard Lucian am Freitag wissen.

Neue Maßstäbe setzen
Im „Dorfhus“ sind nun alle Abteilungen der Gemeinde, die Lech Zürs Tourismus GmbH sowie Poststelle und Bücherei untergebracht. Der multifunktionale Saal der „Lechwelten“, in dem bis zu 620 Personen Platz finden, wird seinerseits den Besuchern von Formaten wie „Impact Lech“ oder dem Philosophicum einen modernen, zeitgemäßen Rahmen bieten. „Wenn wir bei den Top-Tagungsdestinationen dabei sein wollen, müssen wir Vorreiter sein und mit unserer Veranstaltungslocation neue Maßstäbe setzen“, sagte Hermann Fercher, Direktor von Lech Zürs Tourismus.

Eine neue Heimat finden in den „Lechwelten“ auch Trachtenkapelle und Musikschule sowie Musikschulchor. Im Erdgeschoß stehen 500 Quadratmeter zur Verfügung, die für Handelsflächen und Gastronomie vorgesehen sind. Im Jahr 2020 war über einen Einstieg der nun insolventen KaDeWe-Gruppe verhandelt worden.

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