„Arnie“ als Pate?

US-Firma bleibt „bereit“ für Wiener Großarena

Wien
11.04.2024 17:00

Im Patt um die geplante Wiener Veranstaltungsarena in St. Marx betont der bisherige Bestbieter, die US-amerikanische Oak View Group, wie sehr man weiterhin dafür kämpfen will – vielleicht bald auch mit Verstärkung durch Arnold Schwarzenegger.

Seit Oktober liegt das Projekt einer Veranstaltungsarena in St. Marx auf Eis: Nach dem Einspruch eines unterlegenen Bieters wurde die Ausschreibung vom Verwaltungsgericht für ungültig erklärt. Den vormaligen Bestbieter, die US-amerikanische Oak View Group, entmutigt das nicht: „Wir haben viel Geduld, Ressourcen und Zeit“, unterstrich deren Chef Tim Leiweke nun in Wien. Man wolle hier die größte und modernste Arena Europas errichten.

Warum sich die Arena rechnen soll
Wenn man grünes Licht bekomme, habe Wien in zwei bis drei Jahren danach einen Platz für Großveranstaltungen für bis zu 20.000 Besucher: „Wir sind bereit“, unterstrich Leiweke. Dass sich das Projekt rechnen würde, steht für ihn fest. Die Arenas in nahe gelegenen Städten wie Prag und München seien in die Jahre gekommen. Außerdem sei Wien anderen europäischen Städten als Tourismus-Standort überlegen und damit für Stars ebenso wie für das Publikum eine Reise wert.

2020 präsentierten Stadtrat Peter Hanke und Wien-Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer die Pläne für die Arena. (Bild: David Bohmann)
2020 präsentierten Stadtrat Peter Hanke und Wien-Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer die Pläne für die Arena.

„Wien hat mehr zu bieten als Austin, Texas“
Leiweke ist überzeugt: Die Zukunft von Großveranstaltungen sind nicht berühmte Bands oder Stars, die von Stadt zu Stadt tingeln und dort jeweils an einem oder höchstens zwei Abenden auftreten, sondern – so Leiweke etwa mit Verweis auf die Konzerte von US-Sängerin Taylor Swift – Konzerte in Serie, zu denen Besucher auch von weiter her kommen. Das habe man zuletzt etwa in einer Arena in Austin im US-Bundesstaat Texas unter Beweis gestellt. Und Wien habe Besuchern „allemal mehr zu bieten als Austin“.

Zitat Icon

Wir werden keinen Druck ausüben oder schlecht über andere reden. Wir wollen zeigen, dass wir die Arena bauen und betreiben wollen und können.

(Bild: Scarnici / Oak View Group)

Tim Leiweke, CEO Oak View Group

Schützenhilfe für Oak View Group von „steirischer Eiche“?
Zweifel an der finanziellen Stabilität der schnell wachsenden Firma zerstreute Leiweke mit Verweis auf sieben Arenas weltweit, die er in den letzten drei Jahren „finanziert, gebaut und profitabel betrieben“ habe. Eventuell bekomt er dafür auch bald einen prominenten Fürsprecher. Ein möglicher Investor sei die „steirische Eiche“ Arnold Schwarzenegger, verriet Leiweke, und gab zu bedenken: „Wer Arnold kennt, weiß, dass er kein passiver Investor ist“.

Die Wien Holding will ihrerseits nun „zeitnah“ gemeinsam mit der Stadt entscheiden, ob die Ausschreibung von vorne beginnen soll oder man auf dem Verhandlungsweg mit allen Beteiligten eine Einigung findet. Das Interesse der Oak View Group sei jedenfalls Beleg für die Attraktivität von Wien als Standort für eine solche Arena. Man habe jedoch keinen Zeitdruck: „Bis die Arena eröffnet wird, können alle Konzerte und Shows in der Wiener Stadthalle gespielt werden“.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Wien Wetter



Kostenlose Spiele