Angeblich abgefeuert

Nordkorea behauptet, Hyperschall-Rakete zu testen

Ausland
03.04.2024 09:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nordkorea behauptet, weitere Fortschritte bei der Entwicklung weitreichender Hyperschall-Raketen zur Stärkung seiner nuklearen Abschreckung gemacht. Am Dienstag habe das Land unter Anleitung von Machthaber Kim Jong Un erstmals eine ballistische Rakete mit mittlerer Reichweite des „neuen Typs“ Hwasongpho-16B getestet, berichteten Staatsmedien der stalinistischen Diktatur am Mittwoch. Ob man der Propaganda des Kim-Regimes Glauben schenken, ist allerdings fraglich. 

Die Rakete mit Feststoffantrieb sei mit einem neu entwickelten hyperschnellen Gleiter als Gefechtskopf ausgerüstet gewesen, der auch als Atomsprengkopf dienen könne, hieß es. Das weithin isolierte Land unterliegt wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms internationalen Sanktionen.

Nordkorea will „Feinde weltweit treffen“
Kim beschrieb die Rakete als „eine weitere starke strategische, offensive Waffe“. Nordkorea habe mit dem erfolgreichen Test auch demonstriert, dass es im Prinzip alle „taktischen, einsatzfähigen und strategischen Raketen mit verschiedenen Reichweiten“ mit Festtreibstoff und Nuklearsprengköpfen ausrüsten könne. Erklärtes Ziel des Landes sei es, den Feind weltweit treffen zu können. Nordkorea betrachtet die USA und Südkorea als seine Hauptfeinde.

Der jüngste Raketentest der selbst ernannten Atommacht war von Südkorea und Japan erfasst worden. Südkoreas Militär sprach von einer mutmaßlichen Mittelstreckenrakete. Sie sei etwa 600 Kilometer weit geflogen, bevor sie zwischen der Koreanischen Halbinsel und Japan ins Wasser gefallen sei. Beide Länder verurteilten den Test als klaren Verstoß gegen UNO-Beschlüsse, die Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen jeglicher Reichweite untersagen.

Spannungen nahmen deutlich zu
Nordkorea treibt seit Jahren vor allem die Entwicklung atomwaffenfähiger Raketen voran. Auch hatte das Land nach eigenen Angaben bereits mehrfach Hyperschall-Raketen getestet. Solche Waffen sind besonders schwer abzufangen, da sie mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und manövrierfähig sind. Beim Start feststoffgetriebener Raketen verkürzt sich zudem die Vorwarnzeit.

Die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel haben wieder deutlich zugenommen. Nordkorea Land hat seit Anfang 2022 wieder mehrfach Raketen getestet. Die USA und Südkorea bauten ihre Militärkooperation aus.

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