Uraltes Landesgesetz soll modernen Anforderungen angepasst werden, fordert die 26-jährige Landtagsabgeordnete Fabienne Lackner (NEOS).
„Wenn in anderen Bundesländern bis tief in die Nacht getanzt wird, ist es bei uns schon zappenduster", klagt Fabienne Lackner, Jugend- und Tourismussprecherin der NEOS. Grund dafür sei die konservative Sperrzeitenregelung. Gemäß eines landesweit gültigen Gesetzes müssen Gasthäuser bereits um 1 Uhr und Bars um 2 Uhr schließen. Diskotheken und Clubs werden im Gesetz, das älter als die NEOS-Mandatarin ist, gar nicht erst erwähnt.
„Andere Bundesländer unterscheiden keine Betriebsarten und haben längere Öffnungszeiten. Sie haben sich den gesellschaftlichen Bedürfnissen angepasst und sind moderner geworden“, kritisiert die 26-Jährige. Im Österreichvergleich ist das Ländle also einmal mehr am konservativsten aufgestellt.
Hier ist es am konservativsten. Wenn in anderen Bundesländern bis tief in die Nacht getanzt wird, ist es bei uns schon zappenduster.
Fabienne Lackner
Zwar kann bei der zuständigen Gemeinde um eine Verlängerung angesucht werden, der Gastronom ist aber immer vom Wohlwollen der Mitglieder der Gemeindevertretung bzw. des Bürgermeisters abhängig. „In vielen Gemeinden gibt es keine Probleme. Da muss auch nicht jedes Jahr erneut angesucht werden“, erläutert Lackner. In anderen Gemeinden allerdings werde den Lokalbetreibern, die nicht länger offen halten dürfen, ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Die starren Sperrzeitenregelungen würden die unternehmerische Freiheit einer ganzen Branche einschränken und hätten langfristige Auswirkungen auf das Kulturleben, den Tourismus und die Attraktivität eines Bundeslandes, argumentiert Lackner. In einem Landtagsantrag fordert sie, die Verordnung in Zusammenarbeit mit Vertretern der Nachtgastronomie zu überarbeiten.
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