Verheerende Folgen befürchten die Verantwortlichen Josef Mäser GmbH in Dornbirn, nachdem die EU die Zölle auf Einfuhren von Geschirr und anderen Artikeln aus Keramik mit Ursprung in China auf satte 79 Prozent angehoben hat. Bisher waren Zollsätze zwischen 13,1 und 36,1 Prozent die Regel.
„Die Preisexplosion bei Alltagsgeschirr wird Haushalte, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen treffen“, heißt es in einer Presseaussendung. Für Konsumenten seien Preissteigerungen von mindestens 30 bis 50 Prozent im Einzelhandel für alltägliches Geschirr zu erwarten. Auch die Gastronomie, ohnehin unter massivem Kostendruck, werde die Preise erneut anheben müssen. Gleichzeitig verteuert die EU-Entscheidung die Grundausstattung öffentlicher Einrichtungen massiv, denn in Kantinen, Kindergärten, Schulen sowie Alten- und Pflegeheime sei man in hohem Maße auf leistbares, qualitativ ebenso hochwertiges Porzellan aus China angewiesen.
Keine Kapazitäten in Europa
Was wohl die wenigsten wissen: Von neun unterschiedlichen Porzellanarten können in Europa nur noch vier produziert werden. Hersteller in der EU sind gar nicht in der Lage, den gesamten Bedarf abzudecken. „Durch diese völlig unangemessenen Erhöhungen ist ebenfalls mit Preiserhöhungen auf europäischer Produzentenseite zu rechnen“, befürchtet man in Dornbirn. Zudem seien die Kapazitäten, mehr zu produzieren, gar nicht vorhanden.
Ausweichen auf Plastik ist keine Alternative
Unterm Strich sind die Importe aus China gar nicht wegzudenken, sondern vielmehr essenziell. „Ein Ausweichen auf weniger nachhaltige Materialien wie Plastik droht zur Realität zu werden – im klaren Widerspruch zum EU Green Deal und Nachhaltigkeitszielen“, ärgert man sich bei Mäser.
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