„Krone“-Kolumne

Hundestreichler

Kolumnen
23.03.2024 06:30

Der schreckliche Amoklauf an der Prager Universität mit 14 Todesopfern, der kurz vor Weihnachten für Erschütterung sorgte, mag bei vielen in unseren an dunklen Nachrichten reichen Zeiten längst wie ein weiterer Schatten verweht sein. Doch für die betroffenen Studenten sind der Horror, die Angst und Trauer noch allgegenwärtig greifbar.

Lange war der Tatort, das Hauptgebäude der Philosophischen Fakultät, geschlossen. Und auch als sich die Pforten wieder öffneten, fiel vielen die Rückkehr schwer. Wäre da nicht ein Funken Freude gewesen – und den versprühte „Snow“.

„Snow“ ist eine Berner Sennenhündin, eine ausgebildete Schulbegleithündin, die den Studenten auf ihrem schweren Weg zurück in den Alltag zur Seite stand, wie die „Süddeutsche Zeitung“ in einer berührenden Geschichte berichtete. Wie z. B. der 19-jährigen Katharina, die neun Kommilitonen bei dem Amoklauf verloren hat. Viele Freunde haben bis heute mit ihren Verletzungen zu kämpfen. „Wenn ich ,Snow‘ sehe, sie streichle, dann vergesse ich alles.“

Erst vor Kurzem bewies eine Studie, was Hundebesitzer längst wissen: Hunde sind gut für die Psyche. Schon der bloße Blickkontakt kann ausreichen, um vermehrt das Wohlfühl-Hormon Oxytocin auszuschütten, der Kontakt mit dem weichen warmen Fell reduziert Angst und Stress.

Wer Hunde streichelt, der streichelt also auch seine eigene Seele. Was für eine Superkraft in diesen dunklen Zeiten!

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