Austria Lustenau - SCR Altach 2:0
Der Spitzenreiter setzte sich diesmal nicht dank eines spielerischen Feuerwerks, sondern mit einer gehörigen Portion Abgebrühtheit durch, denn nach einem relativ ereignislosen Spielverlauf nützten die Hausherren in der 40. Minute gleich ihre erste Chance: Ein weiter Pass von Dürr landete plötzlich vor dem freistehenden Kampel, der aus kurzer Distanz trocken einschoss.
Die Entscheidung fiel in der 64. Minute aus einem Konter. Thiago bediente Zwischenbrugger, und der Mittelfeldspieler hatte keine Mühe, zum 2:0 zu vollenden. Davor und danach agierten die Altacher bemüht, im Offensivspiel aber viel zu harmlos. Ihre beste Chance vergab Netzer in der 70. Minute, als er einen Volley aus aussichtsreicher Position über die Querlatte beförderte. Aufseiten der Lustenauer hatte Boller das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte mit seinem Schuss jedoch am Aluminium (89.).
SKN St. Pölten - Kapfenberger SV 3:0
Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Niederösterreicher. Bereits nach fünf Minuten schoss sich der spanische Goalgetter Segovia, der in den ersten beiden Saisonpartien aufgrund der Ausländerbeschränkung auf der Tribüne Platz nehmen musste, zurück in die Herzen der Fans. Nach einem Foul von Kapfenberg-Keeper Kostner an ihm verwandelte er den dafür verhängten Elfmeter zur 1:0-Führung. Und damit kam er scheinbar wieder so richtig auf den Geschmack. Denn in der 14. Minute erhöhte er schon auf 2:0 - mit einem wahren Traumtor. Im Mittelkreis erkämpfte er sich den Ball, schaute auf und überhob aus mehr als 50 Metern gefühlvoll Torhüter Kostner.
In dieser Tonart ging es vorerst auch weiter. Ambichl scheiterte mit einem Fallrückzieher, Popp mit einem Kopfball. Doch auch die Kapfenberger steckten nicht auf. Elsneg hatte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schoss aber allein vor dem Tor drüber. Kurz nach der Pause machten es die St. Pöltner besser. Und es war wieder Segovia, der sein Comeback endgültig krönte. Mit dem 3:0 war die Partie endgültig entschieden. Die Gäste versuchten nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben, die St. Pöltner begeisterten mit einigen sehenswerten Aktionen. Tore gab's aber keine mehr zu sehen.
SV Grödig - SV Horn 0:2
Die Hausherren dominierten die Anfangsphase klar. Die Niederösterreicher hatten bei einem Lattenschuss des Brasilianers Leo von der Strafraumgrenze Glück. Nach knapp einer halben Stunde gingen die Gäste entgegen des Spielverlaufs in Führung: Nutz fälschte einen Schuss von Milosevic aus 20 Metern unhaltbar für Tormann Fend ab (32.). Vier Minuten später legten die Niederösterreicher nach: Nach einem Lexa-Ballverlust vollstreckte der Ex-Grödiger Zulechner nach Kombination über Dilic und Jelenko zum 2:0.
In der 53. Minute überschlugen sich die Ereignisse: Erst kam Salvatore gegen Schubert zu spät und wurde von Schiedsrichter Harkam mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. In der folgenden Rudelbildung attackierte der bereits mit Gelb vorbelastete Pantic Grödigs Abwehrspieler Taboga und wurde ebenfalls des Feldes verwiesen. In der 66. Minute senste Wojtanowicz Lexa von hinten brutal um und wurde mit der direkten Roten des Feldes verwiesen. Auch das reichte für die Hausherren nicht, trotz powerplayähnlicher Überlegenheit blieb das Horner Tor wie vernagelt. In der Nachspielzeit unterband Grödigs Mario Leitgeb einen Horner Konter regelwidrig und sah wegen Torraubs die Rote Karte.
Blau-Weiß Linz - FC Lustenau 0:1
Vor der Pause boten beide bis dato noch sieglosen Teams überwiegend Sommerfußball. Viele Abspielfehler und teilweise Stückwerk, wobei die Vorarlberger gegen ihren "Lieblingsgegner", gegen den sie im Vorjahr drei Siege und ein Remis verbuchten, mehr Spielanteile und die größte Torchance hatten. Der aufgerückte Innenverteidiger Tosun scheiterte nach einem Corner frei per Kopf aus acht Metern am 36-jährigen Keeper Wimleitner (6.).
Nach dem Seitenwechsel agierten die Linzer mit zwei Stürmern druckvoller, und Pavlovs "Paukenschlag" schien die Initialzündung zu sein. Doch der Treffer des eingewechselten serbischen Neuzugangs nach seiner ersten Ballberührung wurde wegen angeblichen Handspiels annulliert (46.). Der Fehlentscheidung folgte die Großchance von Hartl (scheiterte an Lukse, 54.), der kurz darauf wegen einer "Schwalbe" die Ampelkarte sah. Gegen die dezimierten Gastgeber gelang Novinic das Siegtor, als drei Linzer an der Strafraumgrenze nicht eingriffen und der 27-jährige Kroate im Fallen den Ball ins kurze Eck bugsierte (73.).
TSV Hartberg – Vienna 1:0
Der entscheidende Treffer fiel kurz vor dem Pausenpfiff. Vukajlovic spielte einen Pass in die Schnittstelle der Viererkette, Parapatits war zur Stelle und schoss trocken unter die Latte zum 1:0 ein. In der zweiten Hälfte kam die Vienna besser ins Spiel, hatte aber bei einem Kopfball von Pink (60./daneben), einem Freistoß von Fallmann (62./Hartberg-Goalie Rindler parierte) und vor allem bei einem Stangenschuss von Dospel (90.) Pech.
Zum Zeitpunkt des Aluminiumtreffers hatte die Vienna nur noch acht Feldspieler auf dem Platz, nachdem Fallmann (78.) und Lebedew (82.) von Schiedsrichter Dintar mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden waren. Trainer Tatar musste die Partie wegen heftiger Kritik schon nach einer halben Stunde von der Tribüne aus verfolgen, was den Coach aber nicht daran hinderte, nach Spielende auf Dintar loszustürmen und dem Unparteiischen lautstark und wild gestikulierend die Meinung zu sagen.
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