Hamilton am meisten unter Druck gesetzt hat Räikkönen. Der finnische Lotus-Pilot belegte mit 1,032 Sekunden Rückstand Platz zwei, Räikkönens französischer Stallkollege Grosjean wurde Dritter. Der deutsche Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) folgte auf Rang vier, direkt dahinter belegte der spanische WM-Leader Fernando Alonso (Ferrari) Platz fünf.
Alonso weiter WM-Leader
Alonsos Ausgangslage in der WM bleibt ausgezeichnet. Der zweifache Weltmeister führt nach elf von 20 Rennen mit 164 Punkten souverän vor dem in Mogyorod nahe Budapest nur achtplatzierten Red-Bull-Australier Mark Webber (124). Dahinter lauern dicht gedrängt Vettel (122), Hamilton (117) und Räikkönen (116).
Hamilton: "Ein fantastisches Rennen"
Hamiltons Ungarn-Sieg ist ein weiterer eindrucksvoller Beweis für die völlige Unberechenbarkeit in der WM-Saison 2012 - vor einer Woche auf dem Hockenheimring war er noch überrundet worden. "Das war ein fantastisches Rennen. Das gesamte Team hat hart gearbeitet, wir hatten wieder tolle Boxenstopps. An solchen Tagen muss man zu hundert Prozent fokussiert sein", jubelte Hamilton, der aber auch gestand: "Auf einer Strecke mit mehr Überholmöglichkeiten hätte das Ergebnis möglicherweise anders ausgeschaut."
Dem 27-Jährigen kommt die Sommerpause bis zum nächsten Rennen am 2. September im belgischen Spa-Francorchamps gar nicht so gelegen. "Ich kann die zweite Saisonhälfte kaum erwarten. Wir haben gezeigt, dass wir vorne dabei sind."
Räikkönen: "Platz zwei ist nicht genug für mich"
Räikkönen fuhr zum bereits fünften Mal in seiner Comeback-Saison auf das Stockerl, einem Sieg hetzt er aber noch hinterher. "Wir sind weiter in der Spitze mit dabei. Platz zwei ist aber nicht ganz genug für mich. In den ersten paar Runden hatten wir Probleme mit dem KERS, danach hatten wir einen guten Speed. Wir werden weiter angreifen und irgendwann auch den ersten Sieg holen", meinte der Finne, der seinen Teamkollegen Grosjean auch dank eines harten Rad-an-Rad-Manövers in Schach hielt. "Wir haben es mit beiden Autos aufs Podium geschafft, da darf man zufrieden sein", erklärte Lotus-Teamchef Eric Boullier.
Vettel "nicht ganz zufrieden"
Für Vettel lief das Rennen von Anfang an nicht nach Wunsch, sein Angriff auf den zweitplatzierten Grosjean endete mit dem Rückfall auf Rang vier. Damit waren die Siegchancen so gut wie dahin. Denn es entwickelte sich von Beginn an ein von Taktik geprägtes Rennen. Nahezu alle Fahrer bemühten sich, die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen, Überholmanöver gab es wie so oft in Ungarn kaum. "Wir können heute nicht ganz zufrieden sein", betonte Vettel, der weiter auf seinen zweiten Saisonsieg wartet.
Das Ergebnis:
| Rang | Fahrer | Team | Sieger |
| 1 | Lewis Hamilton | McLaren-Mercedes | |
| 2 | Kimi Räikkönen | Lotus-Renault | +1.0 Sek. |
| 3 | Romain Grosjean | Lotus-Renault | +10.5 |
| 4 | Sebastian Vettel | Red Bull Racing-Renault | +11.6 |
| 5 | Fernando Alonso | Ferrari | +26.6 |
| 6 | Jenson Button | McLaren-Mercedes | +30.2 |
| 7 | Bruno Senna | Williams-Renault | +33.8 |
| 8 | Mark Webber | Red Bull Racing-Renault | +34.4 |
| 9 | Felipe Massa | Ferrari | +38.3 |
| 10 | Nico Rosberg | Mercedes | +51.2 |
| 11 | Nico Hulkenberg | Force India-Mercedes | +57.2 |
| 12 | Paul di Resta | Force India-Mercedes | +62.8 |
| 13 | Pastor Maldonado | Williams-Renault | +63.6 |
| 14 | Sergio Perez | Sauber-Ferrari | +64.4 |
| 15 | Daniel Ricciardo | STR-Ferrari | +1 Runde |
| 16 | Jean-Eric Vergne | STR-Ferrari | +1 |
| 17 | Heikki Kovalainen | Caterham-Renault | +1 |
| 18 | Kamui Kobayashi | Sauber-Ferrari | +2 Runden |
| 19 | Vitaly Petrov | Caterham-Renault | +2 |
| 20 | Charles Pic | Marussia-Cosworth | +2 |
| 21 | Timo Glock | Marussia-Cosworth | +3 |
| 22 | Pedro de la Rosa | HRT-Cosworth | +3 |
| Out | Narain Karthikeyan | HRT-Cosworth | +9 |
| Out | Michael Schumacher | Mercedes | +11 |
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