Alle Augen waren bei der ersten Final-Session Samstagabend auf das Duell der US-Stars über die 400 m Lagen gerichtet. Dabei wäre es beinahe gar nicht dazu gekommen, hätte doch Phelps als Vorlauf-Achter den Endlauf fast verpasst. Leidtragender, dass es doch gerade noch klappte, war der ungarische Europameister Laszlo Cseh, der als Vorlauf-Neunter ausschied. Im Endlauf konnte Phelps zwar noch etwas zulegen, die erste olympische Niederlage seit dem 16. August 2004 in Athen konnte der achtfache Champion der Spiele von Peking 2008 jedoch nicht abwenden.
Dem 14-fachen Rekord-Olympiasieger fehlten mehr als vier Sekunden auf Lochte, der nach 4:05,18 Minuten anschlug. Silber ging an den Brasilianer Thiago Pereira (4:08,86), Bronze holte der Japaner Kosuke Hagino (4:08,94).
Zweimal Gold für China
Stärkste Schwimm-Nation ist bisher China, das zwei Mal Gold holte. Mit der Weltrekordzeit von 4:28,43 ließ die erst 16-jährige Ye Shiwen die letztlich zweitplatzierte US-Topfavoritin Elizabeth Beisel über 400 m Lagen deutlich hinter sich.
Ein weiteres Glanzlicht setzte über die 400 m Kraul der Chinese Sun Yang, der in 3:40,14 Minuten den Weltrekord des Deutschen Paul Biedermann nur um 0,07 Sekunden verpasste und den Sieger von 2008, den Südkoreaner Park Taeh-wan, in einem spannenden Duell auf Rang zwei verwies. Park hatte sich seinen Start im Finale erst erstreiten müssen, nachdem er ursprünglich wegen eines Fehlstarts disqualifiziert worden war. Biedermann wiederum war überraschend zu langsam für den Endlauf, ebenso wie die deutsche Kraul-Staffel um Starschwimmerin Britta Steffen.
Diesen ersten Staffelbewerb entschieden in einem engen Dreikampf die Australierinnen für sich. Die Niederlande mussten sich mit Silber, die USA mit Jungstar Missy Franklin in ihren Reihen mit Bronze begnügen.
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