Nach dem Verkauf des Chandlerhauses in Steinbach am Attersee gibt es eine spannende Entwicklung: Demnach steht das historische Gebäude laut einer offiziellen Liste unter Denkmalschutz. Wird‘s also doch nichts mit einem Abriss und dem Neubau von bis zu acht Wohneinheiten?
Die Pläne des Landesinnungsmeisters der Baumeister, Norbert Hartl, sorgen für Diskussionen am Ostufer des Attersees: Wie berichtet, verkaufte die Methodistenkirche das Chandlerhaus in Steinbach am Attersee an den Eigentümer einer Baufirma und Immobilienentwickler – samt Seegrundstück und landwirtschaftlicher Nutzfläche.
Geplant ist ein Abriss sowie die Neuerrichtung von sechs bis acht Wohnungen – vorausgesetzt, der Denkmalschutz spuckt dem Bauherrn nicht in die Suppe. Denn eine Verordnung der Behörde aus 2009 besagt, dass der Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Bau unter Denkmalschutz steht.
Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) spricht angesichts des Besitzerwechsels von traurigen Nachrichten: „Es zeigt, dass an den Seen das Großkapital regiert. Zu befürchten ist ein luxuriöses Zweitwohnanwesen für Millionäre, das die meiste Zeit leer stehen wird. Also ein Projekt für gut betuchte Investoren, wie wir es schon zu oft am Attersee gesehen haben.“
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