Geprüft wird laut Korruptionsstaatsanwaltschaft im Wesentlichen die auf Basis eines "profil"-Artikels entstandene Verdachtslage. Demnach soll Mensdorff-Pouilly im Jahr 2006 Zahlungen von der Firma Dräger Austria erhalten haben, die auch beim Grippenmasken-Deal des Ministeriums zum Zug kam (siehe Infobox).
Rauch-Kallat stellte einen Zusammenhang zwischen diesen Zahlungen und dem Grippenmasken-Auftrag in Abrede und brachte in der Folge auch eine Klage gegen das Nachrichtenmagazin ein.
Ermittlungen wegen Untreue eingeleitet
Laut Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung nun mit Erhebungen beauftragt. Nachgegangen wird neben dem Untreueverdacht gegen Rauch-Kallat auch dem Verdacht der "Bestimmung (Anstiftung, Anm.) zur Untreue" sowie der "Verbotenen Intervention" gegen Mensdorff-Pouilly und dem Verdacht zur Beitragstäterschaft zur Untreue gegen einen ehemaligen Kabinettsmitarbeiter Rauch-Kallats.
Ebenfalls ermittelt wird gegen unbekannte Täter - gemeint sind Vertreter der Firma Dräger - wegen Anstiftung zur verbotenen Intervention. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.
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