Vettel-Urteil

Marko sauer: “Wie Todesstrafe für Hühnerdiebstahl”

Sport
24.07.2012 10:54
Red Bull hat die FIA wegen der Bestrafung von Weltmeister Sebastian Vettel beim Deutschland-Grand-Prix erneut heftig kritisiert. Die Entscheidung der Rennkommissare hinterlasse einen "merkwürdigen Beigeschmack", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko am Montagabend. Das von der FIA festgelegte Strafmaß sei "wie Hühnerdiebstahl mit der Todesstrafe zu ahnden", erklärte Marko seinen Unmut.

Vettel war für ein Überholmanöver gegen McLaren-Pilot Jenson Button auf dem Hockenheimring mit einer 20-Sekunden-Zeitstrafe belegt worden und rutschte daher von Platz zwei auf Rang fünf. Der Deutsche hatte den Briten abseits der Strecke passiert. "Es war kein Vorteil. Ich kann darin kein Vergehen sehen", befand Marko und bekräftigte: "Wir fühlen uns im Recht." Ein ähnliches Manöver von McLaren-Fahrer Lewis Hamilton gegen Mercedes-Pilot Nico Rosberg in Bahrain war ungeahndet geblieben.

Auch Toro-Rosso-Fahrer Jean-Eric Vergne pflichtete dem bei. "Jenson hätte ihm wirklich Platz lassen müssen. Ich hätte genauso reagiert wie Vettel und halte das auch für einen Fehler", sagte der Franzose.

Vettel schon 44 Punkte hinter Alonso
Vettel hat zur WM-Halbzeit 44 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Fernando Alonso. Den spanischen Ferrari-Star noch einzuholen, werde "sehr schwer", urteilte Marko.

Allerdings könne Red Bull auch beim Großen Preis von Ungarn am Sonntag seine umstrittene Motoren-Einstellung einsetzen. Die Rennkommissare in Hockenheim hatten diese am Sonntag zunächst für zulässig erklärt, für Ungarn waren aber Regeländerungen erwartet worden. Diese werde es aber nach einer Sitzung der technischen Arbeitsgruppe am Montag nicht geben, sagte Marko.

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