Verletzungen & Stress

„Diese MotoGP-Saison wird für alle beinhart“

Nachrichten
06.03.2024 15:29

3600 Kilometer im Renntempo über 21 Strecken auf vier Kontinenten. Diese Herausforderung wartet 2024 in der MotoGP auf die 22 Fahrer und ihre Teams. Am Wochenende geht es in Katar bereits los!

„Diese Saison wird für alle beinhart - vor allem wegen des Formats der Veranstaltungen. Heutzutage musst du schon am Freitagnachmittag das erste Mal abliefern“, erklärt Mike Leitner. Der Oberösterreicher war als Chefmechaniker von Dani Pedrosa und später als Teamchef von KTM jahrzehntelang im Fahrerlager an vorderster Front. Der Stress-Faktor war aber nie so hoch wie aktuell.

Devise: Gesund bleiben!
Das beeinflusst auch den Kampf um den WM-Titel, ist sich Leitner sicher. Einen Durchmarsch des zweifachen Weltmeisters Francesco Bagnaia sieht er keinesfalls: „Ducati wird natürlich konkurrenzfähig sein. Aber einen klaren Favoriten sehe ich noch nicht, weil ich den Sport zu gut kenne.“

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Mit dem engen Kalender und dem Dauerstress musst du in erster Linie einmal gesund bleiben.

Mike Leitner

„Mit dem engen Kalender und dem Dauerstress musst du in erster Linie einmal gesund bleiben. Man hat das letztes Jahr auch bei Bagnaia gesehen: Bei seinem Crash in Barcelona, als ihm Brad Binder über den Fuß gefahren ist, hätte sein WM-Titel schon weg sein können.“

Bagnaia hatte damals Glück, blieb wie durch ein Wunder unverletzt, stand nur eine Woche später in Misano schon wieder auf dem Podest und krönte sich am Ende zum Weltmeister. 

Wundertüte Marc Marquez
Besonderes Augenmerk liegt beim Saisonstart der MotoGP aber auf zwei Spaniern: Marc Marquez und Pedro Acosta. Der eine sechsfacher MotoGP-Champion auf neuem Motorrad, der andere Rookie unter den Fittichen von KTM mit jeder Menge Vorschusslorbeeren.

Was macht Mike Leitner heute?

Als „Head of Customer Racing“ arbeitet der ehemalige MotoGP-Teamchef an der „KTM Academy of Speed“, einer Veranstaltungs-Serie, bei der sich Hobby-Fahrer Tipps von MotoGP-Profis holen können. Die Events finden auf dem Salzburgring (20./21.6.), dem Red Bull Ring (17./18.7.) und dem Slovakiaring (4./5.9.) statt.

Mit Marquez sei jedenfalls zu rechnen, so Leitner: „Er hat in Doha beim letzten Test gezeigt, dass er mit der Ducati zurechtkommt. Und er startet zum ersten Mal seit langem unverletzt in eine Saison. Inwieweit er um den Sieg fahren kann, muss man aber abwarten.“

Nicht zuletzt deshalb, weil er nach 13 Jahren bei Honda nun bei Gresini-Ducati einen neuen Chefmechaniker an seiner Seite hat. Das könnte zum entscheidenden Faktor werden: „Wenn du so lange zusammenarbeitest, dann kannst du deinem Fahrer alles von den Augen ablesen. Wenn man unter Stress schnell etwas entscheiden muss, ist das äußerst hilfreich.“

KTM hofft auf Super-Rookie
Und Acosta? „Sein Speed beim Test war beeindruckend“, so Leitner. „Aber im Rennbetrieb wird er die ganzen Abläufe unter Druck erst noch lernen müssen. Er hat in den letzten Jahren ziemlich viel Selbstvertrauen aufgebaut - das wird er in der MotoGP aber auch brauchen.“

Die erste Chance, sein Talent unter Beweis zu stellen, erhält Acosta am Samstag um 17 Uhr im Sprint zum Grand Prix von Katar.

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