Angriff auf FPÖler

Grüner Politiker: „Der Nazi stimmt dafür!“

Niederösterreich
29.02.2024 14:14

Ein grüner Politiker soll bei einer Sitzung in Gumpoldskirchen im Bezirk Mödling (NÖ) einen anwesenden freiheitlichen Mandatar als „Nazi“ bezeichnet haben. Die FPÖ ist empört und fordert den sofortigen Rücktritt.

Gumpoldskirchen ist als renommierter Heurigenort nicht für sogenannte Rabiatperlen bekannt. Doch offensichtlich hat das nur beim Wein unumschränkte Gültigkeit. Denn die lokale Politik kann sich in Sachen guten Geschmacks, wie es scheint, nicht mit Rotgipfler & Co. messen. Dass just ein Grüner - nicht Veltliner, sondern Gemeinderat - für einen ungebührlichen (verbalen) Rülpser sorgt, kommt nicht alle Tage vor.

Zitat Icon

Der Nazi stimmt dafür!

Karl Kühn, grüner Gemeinderat in Gumpoldskirchen

Der Eklat ereignete sich bei der Sitzung eines Arbeitskreises der Gemeinde. Eine Abstimmung über bauliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen im Ort, an der auch der FPÖ-Mandatar Peter Souczek teilnahm, kommentierte Karl Kühn (Grüne) mit den Worten: „Der Nazi stimmt dafür.“ Das wurde sogar im Protokoll der Versammlung wörtlich vermerkt.

FPÖ lässt rechtliche Schritte prüfen
Klar, dass bei den Freiheitlichen die Wogen hochgehen. „Derartige letztklassige Aussagen sind nicht zu tolerieren“, wettert der blaue Bezirksobmann Landesrat Christoph Luisser. Er kündigt an, dass die FPÖ rechtliche Schritte in der Causa prüfen lasse. Es könne nicht sein, dass sich Freiheitliche als Nazis beschimpfen lassen müssen. „Die grüne Landesparteiobfrau ist aufgefordert, ihre Mandatare einzubremsen“, nimmt Luisser auch Helga Krismer in die Pflicht.

Das tut diese auch, allerdings nicht ohne Seitenhieb auf die Freiheitlichen: „Die Blauen in Niederösterreich sind eine besondere Ansammlung am rechten Rand der Gesellschaft“, leitet sie ihr Statement zu dem Vorfall ein. Um dann aber doch festzustellen: „Die Entgleisung ist nicht richtig, eine Entschuldigung ist angebracht.“ Es seien alle angehalten, die Dinge in der Politik beim Namen zu nennen, aber nicht mit Beschuldigungen um sich zu werfen. Krismer abschließend: „Dieser Appell hat für alle Parteien Gültigkeit!“  

„Protokoll lückenhaft“
Wenig später folgt die Entschuldigung von Karl Kühn: „Es ist falsch von mir gewesen, dass ich den Begriff ,Nazi‘ verwendet habe.“ Er habe sich auch bereits während der Sitzung bei Peter Souczek entschuldigt. „Das Protokoll ist vielleicht lückenhaft.“

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich



Kostenlose Spiele