Winterspiele zu Gast

Das Grüne Herz schlägt stark für Special Olympics

Steiermark
28.02.2024 07:00

Gemeinsam grenzenlos. Unter diesem Motto sind von 14. bis 18. März rund 1100 Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung in der Steiermark im Rahmen der Special Olympics zu Gast. Das steirische „Grüne Herz“ schlägt dabei für die siebenten nationalen Winterspiele am stärksten!

1100 Sportler, 400 Trainer, 600 Volunteers - die Dimension der Special Olympics ist rasch ausgemacht. Insgesamt 107 Delegationen aus allen Ecken des Landes sowie internationale Abordnungen aus Deutschland, Griechenland, Lettland, Schweiz, Slowakei, Slowenien und Ungarn bereiten sich darauf vor, ihre Fähigkeiten und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis zu stellen. 

An vier Bewerbstagen kommen insgesamt zehn Sportarten zur Austragung: Ski Alpin, Ski Nordisch, Schneeschuhlauf, Stocksport, Floorball, Tanzsport, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Klettern und MATP (Motor Activity Training Program - Sportprogramm für Menschen mit höchstem Förderbedarf). Dabei steht nicht der sportliche Triumph im Vordergrund, sondern dass jeder, unabhängig von Fähigkeiten oder Beeinträchtigung, die gleichen Chancen erhält, sein Potenzial auszuschöpfen.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass das Gros der Teilnehmer bei den Winterspielen aus dem Gastgeber-Bundesland Steiermark kommt. Die Steiermark und Special Olympics, das geht Hand in Hand! Die „Grüne Mark“ übernahm früh eine Vorreiter-Rolle, was den Sport für Menschen mit Beeinträchtigungen betrifft.

Die Diözesansportgemeinschaft DSG hatte 1981 das erste Sportfest für Menschen mit Beeinträchtigungen organisiert. Ab dem Frühjahr 1986 bemühten sich Leute wie Richard Fink, Leiter des ABZ Graz-Andritz, und Sporterzieher Klaus Landauf, verschiedene Akteure aus der Behindertensportszene von der Notwendigkeit einer Vereinsgründung in Sachen Special Olympics zu überzeugen. Im Juni 1986 wurde Special Olympics Austria gegründet.

Sportarten und Austragungsorte (Bewerbe ab 15. März/9 Uhr)

Eiskunstlauf/Eisschnelllauf/Floorball/Klettern/MATP sowie Tanzsport: Graz

Schneeschuhlauf/Ski Nordisch: Ramsau am Dachstein

Stocksport: Graz-Seiersberg

Ski Alpin: Schladming

Eröffnungsfeier und Torch Run: Donnerstag, 14. März

Abschlussfeier: Montag, 18. März

Zwei Veranstaltungen waren damals für den jungen Verein entscheidend: die 1. Steirischen Winterspiele in Hirschegg und die 1. Steirischen Sommerspiele in Graz, die beide im Frühjahr 1987 stattfanden. Eine ganz entscheidende Veranstaltung wurde die „1. Europäische Sportwoche für Menschen mit mentaler Behinderung“, die im September 1987 in Schladming über die Bühne ging. Erstmals organisierte Special Olympics Austria eine Veranstaltung mit internationalem Charakter, über 250 Sportler aus Belgien, Deutschland, Jugoslawien, Luxemburg und Österreich kamen ins Ennstal.

Steirische Spiele

Von 2600 aktiven Sportlern mit intellektueller Beeinträchtigung in ganz Österreich kamen 2023 800 aus der Steiermark. Die ehemaligen Präsidenten Hermann Kröll (von 1993 bis 2016, verstorben 2016) und Jürgen Winter (2016 bis 2021) sind Steirer. Ebenso wie die aktuelle Nationaldirektorin Nicole Koch. Das Hauptbüro ist seit jeher und nach wie vor in Schladming. Die meisten Mitarbeiter und Funktionäre kommen aus der Steiermark. Die Steiermark hat zwei Weltspiele veranstaltet (1993 und 2017), im März 2024 steigen die vierten nationalen Spiele

1994: 1. Nationale Sommerspiele in Graz.

2006: 4. Nationale Sommerspiele in Kapfenberg.

2016: 5. Nationale Winterspiele in Graz, Schladming, Ramsau.

2024: 7. Nationale Winterspiele in Graz, Seiersberg-Pirka, Schladming, Ramsau

Die Sportwoche „ebnete“ den Weg zur Austragung der World Winter Games 1993. Nach dem Hauptantrieb von „Motoren“ wie Hermann Kröll (damals Bürgermeister in Schladming), Heribert Thaller (damals Marketingchef der Planai-Bahnen) oder natürlich auch Größen wie Arnold Schwarzenegger, der die Werbetrommel rührte und versuchte, die Weltspiele in seine Heimat zu bringen, wurden die fünften Weltwinterspiele in der Steiermark veranstaltet.

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Die Steiermark vermittelt unseren Sportlern das Gefühl, nach Hause zu kommen. Denn Wertschätzung, Akzeptanz und Anerkennung ihrer Leistung sind ganz entscheidend. Diese Wertschätzung und der Respekt dafür sind in der Steiermark und in den Regionen absolut gegeben.

Special-Olympics-Präsident Peter Ritter

„Die Steiermark vermittelt unseren Sportlern das Gefühl, nach Hause zu kommen. Denn Wertschätzung, Akzeptanz und die Anerkennung ihrer Leistung sind ganz entscheidend“, sagt Special-Olympics-Präsident Peter Ritter. „Sie trainieren genauso hart wie andere Sportler, mit genauso viel Leidenschaft, mit genau derselben Kraft. Und sie verdienen genauso viel Applaus. Ebendiese Wertschätzung und der Respekt dafür sind in der Steiermark und in den Regionen absolut gegeben.“

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